Wut auf Touristen

Katalanen schießen mit Spritzpistolen auf Urlauber

Ausland
07.07.2024 12:55

Wütende Demonstranten in Barcelona haben am Samstag mit Wasserpistolen versucht, Urlauber aus Restaurants zu vertreiben.

Mit Wasserpistolen bewaffnet zielten die Demonstranten auf die Gäste in den belebten Lokalen an der beliebten Promenade Las Ramblas.

Die nassen und tumultartigen Szenen waren Teil einer größeren Kundgebung gegen den Massentourismus, bei der etwa 2800 Menschen unter dem Motto „Genug! Setzen wir dem Tourismus Grenzen“ auf die Straße gingen. 

„Verschwindet“, lässt dieser Demonstrant die verhassten Touristen mit etwas netteren Worten ...
„Verschwindet“, lässt dieser Demonstrant die verhassten Touristen mit etwas netteren Worten wissen.(Bild: APA/Josep LAGO / AFP)

„Tourists Go Home“
Auf Protestplakaten waren englische Botschaften wie: „Dear Tourist, Balconing is Fun! („Lieber Tourist, spring vom Balkon“) oder „Tourists Go Home“ („Touristen geht nach Hause“) zu lesen. 

Laut Berichten von „MailOnline“ richteten die Demonstranten ihre Wasserpistolen auf Ausländer, die auf den Terrassen der beliebten Touristenrestaurants in Las Ramblas speisten.

Statt leckerem Essen gab es für diese Restaurantbesucher erst einmal eine nasse Dusche und den ...
Statt leckerem Essen gab es für diese Restaurantbesucher erst einmal eine nasse Dusche und den Tipp, vom Balkon zu springen.(Bild: AFP or licensors)

Zum Glück handelte es sich aber, wenn man sich die Fotos anschaut, wohl eher nur um Kinderspielzeugpistolen mit sehr schwachem Wasserstrahl, die wohl kaum Schaden angerichtet haben.

Mit bunten Spritzpistolen gegen Touristen
Mit bunten Spritzpistolen gegen Touristen(Bild: www.viennareport.at)

Stark gestiegene Lebenshaltungskosten
Das war wohl auch nicht der Zweck der Aktion. Viel mehr sollte der Protest auf die immens gestiegenen Lebenshaltungskosten aufmerksam machen.

Viele Einwohner Barcelonas beklagen, dass die Interessen der Touristen oft auf Kosten der Einheimischen durchgesetzt werden. Der Massentourismus bringe zwar Geld, aber zugleich große soziale und infrastrukturelle Probleme mit sich.

„Die lokalen Geschäfte müssen schließen, um Platz für Einrichtungen zu schaffen, die den wahren Bedürfnissen unseres Viertels nicht gerecht werden“, klagt etwa der Musiker Issa Miralles. „Die Mieten sind so stark gestiegen, dass viele sich ihr Zuhause nicht mehr leisten können.“

Diese Proteste reihen sich in eine Serie ähnlicher Aktionen ein, die Anfang des Jahres auf den Kanarischen Inseln stattfanden. 

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