Einheimische außen vor

Brisanter Vorstoß: Tagestouristen sollen zahlen

Politik
05.07.2024 13:33

Immer größere Massen schieben sich durch die Städte und stürmen die Berge. Einheimische fühlen sich oft ausgesperrt. In Wien diskutierten Experten über Citymaut und Eintritte im Stile Venedigs.

Allein im August fahren mehr als 40 Reisebusse täglich in die Stadt Salzburg: „Jene, die hier nächtigen, würde ich nicht zusätzlich zur Kasse bitten, aber Tagestouristen, die mit dem Bus anreisen, sollen zahlen“, meint Hotelier und NEOS-Abgeordneter Sepp Schellhorn.

1500 Euro pro Reisebus?
Ihm schweben 1500 Euro pro Reisebus vor sowie Slots für Tagesgäste. Bernd Hinteregger, Kärntner Unternehmer, kennt dieses Problem nicht: „Wir haben keinen Ort, an dem zu viele Gäste kommen.“ Kärnten hat noch freie Kapazitäten. Aber auch Hinteregger kann der Idee, dass Tagesausflügler, die mit Bussen oder Kreuzfahrtschiffen anreisen, etwas zahlen sollen, etwas abgewinnen.

Vom Tisch ist jedenfalls die viel zitierte Citymaut in der Bundeshauptstadt: Wiens Tourismus-Chef Norbert Kettner sieht keinen „Overtourismus“.

Einigkeit, dass es neue Konzepte braucht
Seit 2016 werden jährlich 4000 Wiener befragt. „Neun von zehn sagen, wir verstehen, dass der Tourismus gut für die Stadt ist“, so Kettner. Einigkeit herrscht darüber, dass es neue Konzepte braucht. Klimawandel, KI und die Suche nach Arbeitskräften lassen die Branche stöhnen.

Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler hat nun angekündigt, dass ab kommendem Jahr die Steuer auf Dienstwohnungen im Tourismus wegfällt. Alexander Scheutz, der Bürgermeister von Hallstatt, das besonders von Touristenmassen betroffen ist, ist übrigens klar gegen eine Eintrittsgebühr.

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