Bekannt wurden diese Informationen durch ein Video aus Japan, in dem der Nintendo-Chef persönlich die neue Daddelkiste des Traditionsunternehmens vorstellt. Dem Video zufolge, das die Spiele-Website "Kotaku" aus dem Japanischen übersetzt hat, gehen rund zehn Prozent des internen Speicherplatzes durch die Formatierung verloren, weitere 4,2 Gigabyte benötigt das Betriebssystem.
Für Käufer der Basisvariante bleiben demnach nur rund drei Gigabyte Speicher übrig – zu wenig, um große Spiele zu installieren oder regelmäßig Inhalte auf die Konsole herunterzuladen. Freilich lässt sich der interne Speicher mittels USB-Datenträger erweitern, trotzdem dürfte die magere Speicher-Ausstattung potenziellen Käufern von Nintendos neuer Konsole sauer aufstoßen.
Nintendo-Chef empfiehlt Kauf externer Festplatten
Die Datenträger, die bei der Wii U zum Einsatz kommen, fassen dem deutschen IT-Portal "Golem" zufolge bis zu 25 Gigabyte. Das bedeutet für Besitzer einer Basis-Wii-U, dass die Vollinstallation eines Titels für sie unmöglich ist, selbst das mit rund 3,2 Gigabyte recht platzsparende Spiel "Nintendo Land" sprengt die verfügbaren Speicherkapazitäten.
Für potenzielle Käufer einer Wii U bedeutet das, dass sie zusätzlich zur Wii U auch eine externe Festplatte anschaffen müssen, sofern sie größere Installationen oder Downloads vornehmen wollen. Im Nintendo-Video gibt Iwata an, dass externe Festplatten mit bis zu zwei Terabyte Speicherplatz unterstützt werden, die sich mittels Y-Kabel auch direkt über die Konsole mit Strom versorgen lassen.
Speicherplatz brachte schon Microsoft Klage ein
Mit dem knapp bemessenen Speicher könnte sich Nintendo ins eigene Fleisch schneiden: Wenn die Konsoleros nur über wenig Speicherplatz auf ihren Geräten verfügen, erhöht dies schließlich auch die Hemmschwelle, Download-Games zu kaufen oder sonstige Inhalte herunterzuladen, an denen Nintendo verdienen könnte. Außerdem besteht die Gefahr, dass verärgerte Kunden gegen Nintendo vorgehen, weil nicht der gesamte beworbene Speicherplatz zur Verfügung steht, wie dies kürzlich ein Anwalt bei Microsofts Surface-Tablet getan hat (siehe Infobox).
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