10.000 € gespendet

Mann steckte Geld für todkranke Kinder in die eigene Tasche

Österreich
12.09.2012 08:39
In Salzburg ist ein Verein aufgeflogen, der Spenden für schwerkranke Kinder eingehoben hat - das Geld soll aber dann in die Privatschatulle eines amtsbekannten Salzburgers geflossen sein. Unterm Strich hätten mindestens vier Beteiligte vor allem in Salzburg und Oberösterreich weit über 10.000 Euro an "Spenden" lukriert, von denen aber lediglich ein behindertes Kind mit rund 100 Euro unterstützt worden sei, so die Polizei.

Offizieller Zweck des im Februar 2012 gegründeten Vereins war es, die Familien von schwer kranken Kindern zu unterstützen und todkranken Buben und Mädchen einen letzten Herzenswunsch zu erfüllen.

Obwohl laut Vereinsregister andere Personen als Präsident und Kassier eingetragen wurden, soll ein amtsbekannter 32-jähriger Salzburger den Verein geleitet und sämtliches Vereinsvermögen verwaltet haben.

Der Mann hatte drei Mitarbeiter, heuerte aber gelegentlich auch andere Helfer zum Sammeln der Spenden an. Die eingehobenen Beträge behielt der 32-Jährige für sich, so der Vorwurf der Polizei. Der Mann und seine drei Mitarbeiter wurden festgenommen.

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