Amt niedergelegt

Gailtaler Pfarrer soll Geld aus Pfarrkasse veruntreut haben

Österreich
08.09.2012 10:31
Nach seinem Griff in die Pfarrkasse überlegt die Diözese Klagenfurt-Gurk eine Anzeige gegen einen ehemaligen Pfarrer im Gailtal. Der Pole, der schon seit Längerem unter psychischen Problemen gelitten haben soll, war erst kürzlich von seinem Amt zurückgetreten und heimgekehrt. Er will den Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro aber vollkommen wiedergutmachen.

Der Geistliche hatte mit 1. September nicht nur die Leitung von drei Pfarren, sondern auch sein Priesteramt niedergelegt. Aus "persönlichen und gesundheitlichen Gründen" kehrte der 34-Jährige schließlich nach Polen heim.

Eine daraufhin durchgeführte standardmäßige Generalrevision ergab schließlich, dass der Priester in die Pfarrkasse gegriffen hatte: "Es geht um mehrere Tausend Euro", bestätigt Generalvikar Engelbert Guggenberger. Wofür er sie brauchte, ist nicht geklärt, er will alles zurückzahlen. "Wir behalten uns eine Anzeige noch vor."

Der Generalvikar: "Er war beliebt und machte gute Arbeit. Warum er sein Amt zurücklegte, weiß ich nicht. Er sagte, es gehe um Probleme in seiner Kindheit. Er war in psychischer Behandlung. Sollte sich herausstellen, dass die Priesterweihe unter falschen Voraussetzungen geschah, könnte der Papst sie annullieren."

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