12.09.2012 15:16 |

"Das Vermächtnis"

So gut macht sich Jeremy Renner im neuen "Bourne"

Es sind große Fußstapfen, in die er da tritt. Mit den drei "Bourne"-Filmen "Identität", "Verschwörung" und "Ultimatum" schuf Matt Damon alias Spezialagent Jason Bourne eine Kino-Kultfigur. Im vierten Filmabenteuer darf sich nun "Mission: Impossible 4"-Star Jeremy Renner in der Hauptrolle versuchen. Kinostart von "Das Bourne Vermächtnis": 14. September.

Damon galt lange Zeit als Fixstarter für den vierten "Bourne"-Teil, doch als Paul Greengrass, der Regisseur von "Verschwörung" und "Ultimatum", seine Teilnahme absagte, kam auch das Nein des Hollywood-Stars. Stattdessen durfte es sich Tony Gilroy, der zuvor nur für die Drehbücher der Agenten-Reihe zuständig gewesen war, auf dem Regiesessel gemütlich machen.

Und mit Jeremy Renner verpflichtete man einen Schauspieler, den bis vor vier Jahren niemand auf dem Zettel hatte, der aber dank seiner famosen Auftritte in "The Hurt Locker", "The Town", "M:I 4" und "The Avengers" in die erste Riege Hollywoods aufgestiegen ist. Für den Kalifornier war die Zusage auf jeden Fall ein riskantes Unterfangen, schließlich verbindet der Filmfan die "Bourne"-Filme automatisch mit Matt Damon.

Jeremy Renner mit James-Bond-Charme
Doch die 135 spannenden Minuten lassen keinen Zweifel daran, dass die Macher mit ihrem Schachzug ein goldenes Händchen bewiesen haben. Renner, der mal mit James-Bond-Charme punktet und dann wieder actionreich einen Fiesling nach dem anderen kampfunfähig macht, brilliert unter der Regie von Gilroy, der die Actionsequenzen wohldosiert und - anders als seine Vorgänger - mehrere Thrillerelemente einbaut. Wiewohl die obligatorische Verfolgungsjagd, diesmal durch die philippinische Hauptstadt Manila, natürlich nicht fehlen darf.

Die in Alaska spielenden Einstiegsszenen wurden in den kanadischen Rocky Mountains, westlich von Calgary, gedreht. Was für ein harter Hund Jeremy Renner ist, bewies er, als er ins eiskalte Wasser am Fuße eines gefrorenen Wasserfalls stieg. "Kalt ist kalt. Ob minus fünf oder minus 15 Grad - das ist dann auch schon egal", so Renner cool.

Ist er die ultimative Kämpfernatur? Renner: "Wenn's ums Überleben geht, sicher. Ansonsten würde ich rennen, bevor ich kämpfe. Ich bin nämlich ziemlich schnell."

Und darum geht's im Film: Jason Bourne hat mächtig viel Staub aufgewirbelt in der CIA, das Auffliegen der Geheimprojekte "Treadstone" und "Blackbriar" kostet viele Verantwortliche den Kopf. Um noch zu retten, was eigentlich nicht mehr zu retten ist, soll nun die Operation "Outcome", bei der Agenten mit Medikamenten vollgepumpt und mit außergewöhnlichen Fähigkeiten ausgestattet werden, von einem Tag auf den anderen beendet werden.

Die Blutspur durch die eigenen Reihen zieht sich über den gesamten Erdball, alle Mitwisser werden eliminiert. Aaron Cross (Renner), der sich in den verschneiten Wäldern Alaskas auf seinen nächsten Einsatz vorbereitet, überlebt als einziger Spezialagent und ist nun auf sich alleine gestellt. Der einzige Mensch, dem er sich anvertrauen kann, ist die Ärztin Marta Shearing (Rachel Weisz). Sie konnte einem von der CIA in Auftrag gegebenen Massaker im "Outcome"-Labor in letzter Sekunde entfliehen.

Konfrontiert mit der moralischen Konsequenz ihres Forschens - von ihr entwickelte Drogen wurden den Spionen verabreicht, und das mit bisweilen letalen Folgen -, bleibt sie an Cross' Seite.

Der ehemalige Air-Force-Leutnant Eric Byer (Edward Norton), der bei den Geheimprojekten der Agency die Strippen zieht, ist dem Duo dicht auf den Fersen und verfolgt nur eine Mission: die Überbleibsel des "Outcome"-Programms so schnell wie möglich zu liquidieren. Doch dass dies alles andere als leicht ist, bewies schon die Jagd nach Jason Bourne, der seinen Gegnern immer einen Schritt voraus war. Und auch der bestens ausgebildete Aaron Cross verfügt über Mittel und Wege, der CIA zu entfliehen. Einer dieser Wege führt ihn und seine Begleiterin nach Manila...

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