Comeback am Beach

Zweite Luft nach „Loch in der Lunge“

Steiermark
03.04.2024 09:00

Mit Platz vier im Gepäck reiste Beachvolleyballer Philipp Waller von Brasilien zurück nach Österreich. Wichtiger war jedoch, dass es gesundheitlich keine Probleme gegeben hat. Denn im Herbst musste er wegen eines Lochs in der Lunge operiert werden.

Von der Qualifikation auf Platz vier! Während für den steirischen Beachvolleyballer Philipp Waller beim ersten Challenge-Turnier im brasilianischen Recife bereits vor dem Hauptbewerb Endstation war, lief es am vergangenen Wochenende in Saquarema (Bra) umso besser. Erst im Halbfinale wurde der Lauf von Kuba mit 1:2 gestoppt. Im kleinen Finale zog er mit seinem Tiroler Partner Martin Ermacora gegen Frankreich ebenfalls knapp mit 1:2 den Kürzeren.

Waller (li.) und Ermacora haben wieder Grund zum Jubeln.
Waller (li.) und Ermacora haben wieder Grund zum Jubeln.(Bild: GEPA pictures)

„Vor dem ersten Turnier war ich schon nervös, in einer Qualifikation gelten andere Gesetze“, lacht der Mühldorfer. „Beim Saisonende letztes Jahr haben wir gezeigt, dass wir gut zusammengefunden haben. Umso schöner ist, dass wir früh in der Saison da schon anknüpfen können.“ Doch eines steht nach den beiden Turnieren über allem: „Wichtig ist, dass wir beide gesund sind.“

Nach dem Turnier in Innsbruck musste Waller (hi.) ins Krankenhaus.
Nach dem Turnier in Innsbruck musste Waller (hi.) ins Krankenhaus.(Bild: GEPA pictures)

Was bei Waller im Herbst nicht mehr der Fall war! Er musste sogar kurzfristig operiert werden. „Ich habe einen spontanen Pneumothorax gehabt, sprich ein Loch in der Lunge. Das war schon eher dramatisch. Ich habe auf der rechten Seite nicht mehr liegen können.“ Nach einem Turnier in Innsbruck ging es direkt ins Krankenhaus. „Dort hat sich meine Lage noch einmal verschlechtert, habe ich noch im Bett vor der OP eine Drainage bekommen.“

„Musste quasi neu Gehen lernen“
Knappe zwei Monate Pause waren die Folge. „Die ersten eineinhalb waren richtig zäh. Schmerztechnisch war das viel schlimmer als jede Knie-OP, die ich bisher gehabt habe“, denkt der 28-Jährige zurück. „Ich musste quasi das Gehen lernen wieder neu lernen. 500 Meter gehen, dann eine Pause mit Sitzen. Umso zufriedener bin ich jetzt, dass es so gut funktioniert.“ Wie auch in Brasilien, wo er es noch immer gespürt hat. „Bei der Hitze tu ich mir noch schwerer als bei kühler Luft in Österreich. Aber wir haben gut gearbeitet.“

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