Razzia bei Konzern

Tote nach Einnahme von Hefereis-Produkten in Japan

Ausland
31.03.2024 16:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Japan sind fünf Menschen gestorben, nachdem sie Nahrungsergänzungsmittel aus rotem Hefereis eingenommen hatten. Mehr als 110 weitere Personen wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Gesundheitsbehörden haben nun die betroffene Fabrik durchsucht.

Zuvor hatte der Konzern Kobayashi Pharmaceutical erklärt, dass Puberulasäure in dem Nahrungsergänzungsmittel nachgewiesen worden sei und für die Gesundheitsprobleme verantwortlich sein könnte. Dabei handelt es sich um ein Mittel, das nach Angaben des Gesundheitsministeriums giftig sein kann und eine natürliche Verbindung aus Blauschimmel ist.

680 Menschen suchten Arzt auf
Die Firma meldete bisher fünf Todesfälle und mehr als 110 Menschen, die in Krankenhäusern behandelt werden mussten. Zudem hätten 680 Personen wegen gesundheitlicher Probleme eine Ärztin oder einen Arzt aufgesucht. Der Leiter der Produktionsabteilung in Osaka entschuldigte sich am Samstag, wollte sich aber zu Einzelheiten der Razzia nicht äußern. Durchsucht wurde auch die Fabrik in Wakayama, in der Inhaltsstoffe für die Nahrungsergänzungsmittel hergestellt werden.

Fabrik geschlossen
Die Fabrik wurde bereits im Dezember geschlossen. Rote Hefereis wurde in der chinesischen Medizin als Heilmittel angewandt, um Herzbeschwerden zu behandeln. Das rote Reismehl soll bei erhöhten Blutfettwerten, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes wirken.

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