uPlay ist Ubisofts Kopierschutzmechanismus und für beinahe jedes aktuelle PC-Spiel des Herstellers zwingend nötig. Immer wieder steht das System in der Kritik - Mitte Juli etwa fielen die Server des Online-Dienstes ein Wochenende lang aus, sodass die Spieler keinen Zugriff auf ihre legal erworbenen Games hatten.
Nun kam auch noch ein großes Sicherheitsrisiko dazu. Tavis Ormandy, der bei Google als Information Security Engineer tätig ist, äußerte sich laut "Forbes" in einer Mailingliste zum Thema: Er habe "Assassin's Creed: Revelations" installiert und dabei bemerkt, dass uPlay auch ein ActiveX-Browser-Plug-in an Bord bringe. Dieses erlaube Websites einen sehr umfangreichen Zugriff auf den eigenen PC, darüber könnten zum Beispiel Programme auf dem Rechner ausgeführt und Daten gestohlen werden, so der Hacker.
Kein Rootkit, nur schlechter Code?
Rik Ferguson vom Sicherheitsanbieter Trend Micro glaubt laut "ComputerAndVideoGames" nicht an ein echtes Rootkit, also die absichtliche Installation von Malware: "Das sieht auf jeden Fall wie eine leicht ausnützbare Sicherheitslücke aus, aber ich würde nicht so weit gehen, es ein Rootkit zu nennen." Schließlich verstecke sich das Plug-in nicht und könne relativ einfach deaktiviert werden. Ein Sicherheitsrisiko stelle der "wirklich schlechte Code" aber dennoch dar. Die Lücke müsse so bald wie möglich von Ubisoft geschlossen werden, da sie nun öffentlich bekannt sei, so Ferguson.
Rasches Update von Ubisoft
Dem ist Ubisoft noch am selben Tag nachgekommen: Das Unternehmen hat einen Force Patch veröffentlicht - uPlay wird also beim nächsten Start automatisch mit dem Update versehen. "Wir empfehlen allen uPlay-Nutzern, die Software ohne Öffnen eines Webbrowsers zu updaten. Das wird dem Plug-in ein korrektes Update ermöglichen", so Ubisoft in einer Mitteilung. Eine neue Version des PC-Installers, inklusive Patch, sei auch auf uplay.com verfügbar. Man nehme Sicherheitsthemen "sehr ernst" und werde die eigene Software weiterhin auf Schwachstellen untersuchen und derartige Probleme rasch ausräumen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.