Illegale Suche

Unter 30 Kilo „Klumpert“ auch Schätze versteckt

Oberösterreich
29.02.2024 11:00

Sie hatte die Ermittler durch ihre Selbstdarstellung auf ihre eigene Fährte gelockt. Die illegale Sondengeherin aus Braunau zeigte ihre Funde offen her und versteckte sie auch vor der Polizei nicht, als diese anklopfte. In etwa 80 Fundsäcken waren viel „Klumpert“, aber auch einige Schätze.

Auf einem eigenen Youtube-Kanal zeigte sie stolz, was sie alles aus der Erde des Innviertels - aber auch anderswo auf der Welt - grub. Und das wurde einer 53-jährigen Braunauerin zum Verhängnis. Denn nicht nur andere Schatzsucher, die mit Metallsonden unterwegs sind, schauten sich ihre Videos an, auch Experten vom Bundesdenkmalamt wurden darauf aufmerksam.

„Wühlmaus“ rasch gefunden
Weil unklar war, ob die gebürtige Russin, die auch an internationalen Sondengeher-Wettbewerben teilnimmt, legal auf Schatzsuche ist, wurde das Landeskriminalamt Oberösterreich auf den Fall angesetzt. Die Diebstahlsexperten der Abteilung für Kunst- und Kulturdelikte brauchten nicht lange, um die Identität und den Wohnort der „Wühlmaus“ herauszufinden. Und klopften mit einem Durchsuchungsbefehl und einem Fachmann vom Bundesdenkmalamt an ihre Tür.

Viel Tand, wenig Gold
In der Wohnung der Innviertlerin war nichts ausgestellt, die Funden waren alle gehortet. 80 Säcke, rund 30 Kilo, stellten die Behörden sicher. Nach der Begutachtung stellte sich heraus: viel wertloser Tand und verlorene Münzen der vergangenen Jahrzehnte, Gewehr- und eine Kanonenkugel. Aber es fanden sich auch zwei Handvoll wertvolle Stücke darunter: römische Münzen und Fibeln, also Kleiderspangen.

Weil die Sondengeherin die Grundbesitzer meist nicht um Erlaubnis fürs Suchen gefragt und die Funde nicht Halbe-Halbe geteilt hatte, wird sie wegen Unterschlagung angezeigt. Zudem müssten Funde bei Denkmalamt oder Polizei gemeldet werden

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