Für gewöhnlich sind die Ausstellungen im Grazer ESC-Medienkunstlabor klar und übersichtlich. Im Moment herrscht allerdings das kreative Chaos. Peter Brandlmayr lädt mit seinem Pegasus Institut für Pataphysik in eine Wunderkammer, in der Absurdes und Verrücktes neue Möglichkeiten des Denkens eröffnen.
Pataphysik ist eine Wissenschaft, die nicht behauptet die Wahrheit gepachtet zu haben. Ganz im Gegenteil! Mit absurden Ideen, lächerlichen Unterfangen und imaginären Lösungen wirft sie das, was gemeinhin als „gesichertes Wissen“ gilt, über den Haufen und öffnet so neue Möglichkeiten des Denkens.
Das Grazer ESC-Medienkunstlabor hat Peter Brandlmayr mit seinem seit elf Jahren tätigen Institut für Pataphysik nun in ein Kuriositätenkabinett voller Verrücktheiten verwandelt, gut 15 Künstlerinnen und Künstler haben ihn dabei mit Beiträgen unterstützt. Man taucht ein in eine Welt des Schrägen und Absurden und findet dabei einen großen Freiraum.
Absolute Wahrheit gibt es nicht
Wissen ist temporär und immer abhängig vom aktuellen Erkenntnisstand. Glaubt man, alles zu wissen, wird das Entstehen neuer Ideen verhindert. Dem wirkt das Pegasus Institut für Pataphysik entschieden entgegen. In der Überfülle an Denkmodellen, die hier aufgezeigt werden, bestätigt sich auch der Verdacht, dass es die absolute Wahrheit ganz einfach nicht gibt.
Die Ausstellung mutet mitunter kindlich verspielt an, birgt aber erstaunlich wertvolle Erkenntnisse. Zu sehen ist sie bis 21. März, Dienstag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr. Abseits der Öffnungszeiten kann man sie auch wunderbar von außen betrachten.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.