Aber zuerst zur Politikerbeliebtheit, um die es ja bekanntlich nicht immer zum Besten bestellt ist. Da gibt's laut dem renommierten Grazer Meinungsforschungsinstitut bmm einen eindeutigen Sieger: Landeshauptmann Franz Voves. Wenn man - wie Studienautorin Claudia Brandstätter und ihr Team das getan haben - Sympathie- und Vertrauensnote zusammenrechnet, dann schaut beim Landesersten eine beachtliche Gesamt-Schulnote von 2,5 heraus.
Auch in Sachen Bekanntheit ist der SPÖ-Chef mit 97 Prozent klare Nummer eins. Nur knapp dahinter kommt sein "Reformpartner" Hermann Schützenhöfer; 93 Prozent kennen ihn, die meisten mögen ihn (Note 2,6). Erstaunliche Werte, die einen Rückschluss zulassen: Die massiven Umwälzungen im Land nimmt man den beiden nicht übel - ganz im Gegenteil...
"Nummer-1-Frau" ist und bleibt Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder (Gesundheit, Wissenschaft), die bei den Steirern als besonders "vertrauenswürdig" gilt. Ihre Sympathienote: 2,6! Dieselbe Note im "Zeugnis" stehen haben Elisabeth Grossmann (Jugend, Bildung) und Siegfried Schrittwieser (Soziales), in Sachen Bekanntheit (65 bzw. 61 Prozent) gibt's aber noch einigen Aufholbedarf. Am schlechtesten schneidet übrigens der einzige Freiheitliche in der Regierung, Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann, ab: Note 3 signalisiert Mittelmäßigkeit.
Voves wäre bei LH-Direktwahl klar voran
Franz Voves hätte wenig überraschend auch klar die Nase vorn, wenn eine Direktwahl des Landeshauptmannes möglich wäre: Er würde glatt mit 32 Prozent im Amt bestätigt. Ein hoher Wert auch für den VP-Chef: 22 Prozent würden Hermann Schützenhöfer auf den LH-Sessel setzen. Dann kommt lange niemand: Gerhard Kurzmann wäre nur für 5 Prozent wählbar, Werner Kogler (Grüne) für 4 Prozent, Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ) nur für ein mickriges Prozenterl.
55,4 Prozent fühlen sich vom Sparpaket persönlich betroffen
"Fühlen Sie sich vom Sparpaket persönlich betroffen?" - das wollten die bmm-Analysten im politischen Fragenkomplex außerdem wissen. Die Antworten der Befragten lassen tief blicken. Mehr als die Hälfte der Steirer - genau sind es 55,4 Prozent - fühlen sich vom Sparpaket persönlich betroffen, 41,3 Prozent können das von sich nicht behaupten (Bild 2).
Die Grazer Meinungsforscher haben für die "Steirerkrone" darüber hinaus abgeklopft, ob und wie sehr sich die Landsleute in ihrer Heimat wohlfühlen. Eindeutiger könnte das Votum nicht sein: Stolze 85,8 Prozent attestieren "sehr gute" bzw. "gute" Lebensqualität, nur 0,4 Prozent sind völlig unzufrieden. Das ergibt die sensationelle Durchschnittsschulnote von 1,8.
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