Demo gegen Rechts

„Nehmen Rückschritt durch die Koalition nicht hin“

Salzburg
25.01.2024 19:00

„Gegen Extremismus und für Menschlichkeit“ wird am Freitag in der Salzburger Innenstadt demonstriert. Aktivisten der antirassistischen Solidaritätsbewegung befürchten einen Rechtsruck – und greifen damit auch die Salzburger FPÖ an.

Angst vor einem Rechtsruck treibt ein Bündnis aus überwiegend linken Organisationen auf Salzburgs Straßen: Das Kollektiv Antira (Antirassistische Solidaritätsbewegung) und das Solidarische Salzburg rufen für Freitag zu einer Anti-Rechts-Demo auf. Treffpunkt ist um 17 Uhr am Hauptbahnhof, dann geht es für den Demonstrationszug quer durch die Stadt. „Wir wollen allen die Möglichkeit geben, gegen Rechts auf die Straße zu gehen“, erklärt Organisatorin Sarah Lena Schlegel (22). Schlegel ist Sprecherin der Protestbewegung „Solidarisches Salzburg“, die bereits im Mai gegen Schwarz-Blau mobilisierte.

Denn die Protestler befürchten einen Rechtsruck in der Politik und der Gesellschaft. Auslöser dafür ist die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems auf EU-Ebene. Laut den Veranstaltern öffne es Tür und Tor für eine menschenverachtende Politik der Abschottung, die rechten Kräften Auftrieb verleihe. „Wir wollen ein lautes Zeichen setzen, dass rechte Parteien für diese Abschottung verantwortlich sind. Und die ist gefährlich“, sagt Schlegel. „Auch die Politik der schwarz-blauen Koalition in Salzburg bedeutet einen Rückschritt. Den nehmen wir nicht hin“, sagt sie. 

Verantwortlich ist ein breites Bündnis linker Organisationen
Die 22-jährige Schlegel hat gemeinsam mit Mitgliedern des interkulturellen Vereins Soli.Café die Demonstration am Freitag organisiert. Die Vorstellung, dass durch Zuwanderung ein Bevölkerungsaustausch stattfinde, sei schon in der Mitte der Gesellschaft angekommen. „Das ist wahnsinnig“, meint Schlegel. „Viele junge Migranten haben Angst. Sie wissen nicht, wo sie hingehen sollen, wenn Salzburg weiter nach rechts rutscht.“ 

Schlegel und ihre Mitstreiter begannen vor vier Wochen, die Demonstration zu organisieren. Unterstützt wird die Demo vom antirassistischen Kollektiv Antira, dem Soli Café, dem Bündnis Soldarisches Salzburg, der ÖH Salzburg, Fridays for Future, den Omas gegen Rechts, dem Gewerkschaftlichen Linksblock, dem Migrantenverein Talk Together und dem Afro-Asiatischen Institut. Heuer hat das Bündnis weitere Aktionen geplant, um ihre Themen im Salzburger Wahlkampf platzieren zu können.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Salzburg
25.01.2024 19:00
Loading

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt