100 Millionen Euro wollte Heizungshersteller Windhager in die Errichtung eines Wärmepumpenwerks in Pinsdorf (Oberösterreich) investieren. Nach der Insolvenz der Salzburger stehen die Arbeiten dort still. Nun soll die Liegenschaft verkauft werden. Interessant: Trotzdem könnte am Ende sogar Windhager einziehen.
Acht Tage nach der Insolvenzeröffnung beim Salzburger Heizungshersteller Windhager fällten die Masseverwalter eine erste wichtige Entscheidung im Kampf um die Sanierung der Firma. So ist fix, dass die Windhager Logistik GmbH geschlossen wird. Auch eine Sanierung ist nicht geplant. Die Gesellschaft hat den Sitz in Seekirchen - dahinter steckt aber das Wärmepumpenwerk in Pinsdorf, das um 100 Millionen € errichtet werden sollte und offenbar der ausschlaggebende Grund für die Insolvenz war.
Gelände ist fünf Hektar groß
Wie die Zukunft des fünf Hektar großen Geländes, auf dem Windhager die neue Produktion baute, aussieht, ist offen. Laut dem KSV 1870 sollen die im Eigentum der Windhager Logistik stehenden Liegenschaften bestmöglich verwertet werden. Das heißt: Für den Standort wird ein Käufer gesucht.
Die Arbeiten an der Baustelle in Pinsdorf stehen derzeit. Nur Sicherungsarbeiten werden noch gemacht.
Johannes Hirtzberger, Masseverwalter der Windhager Logistik GmbH
Pinsdorfs Bürgermeister Jürgen Berchtaler glaubt, dass Windhager am Ende das Werk trotzdem nutzen könnte: „Das würde doch perfekt passen.“ Wie sieht das Masseverwalter Johannes Hirtzberger? „Es gibt konkrete Interessenten für den Standort“, verrät er. Das Werk selbst beschreibt er als „multifunktional“ und „sehr modern“.
„Im Idealfall gibt es eine Gesamtlösung“
Ob Berchtalers Hoffnung, dass Windhager tatsächlich einzieht, realistisch ist? „Im Idealfall gibt es eine Gesamtlösung“, so Hirtzberger kryptisch. Vieles hängt hier von den Maßnahmen bei den zwei anderen insolventen Windhager-Gesellschaften ab.
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