Nach einem Geldtaschen-Diebstahl in einem Brixlegger Supermarkt mit anschließender Verfolgung durch eine Zeugin ermittelt das Landeskriminalamt. Die Polizei gibt Tipps, was man im Ernstfall unternehmen soll - und was besser zu unterlassen ist.
Die Masche im Brixlegger Supermarkt am vergangenen Montag war typisch: Zwei unbekannte Frauen verwickelten eine einheimische Kundin (72) in ein Gespräch und stibitzten aus dem Einkaufswagen der Dame die Geldtasche. Eine couragierte Zeugin (31) lief dem Diebesduo auf den Parkplatz nach. Doch als die Zeugin die Beifahrertür des Pkw öffnen wollte, zog die Ganovin diese wieder zu und die Fahrerin parkte rücksichtslos aus. Die 31-Jährige musste zur Seite springen, um nicht überfahren zu werden.
Festhalteversuche sind erlaubt, wenn sie verhältnismäßig sind. Ich darf wegen einer Geldtasche aber nicht jemanden schlagen. Ein Foto vom Auto zu machen, wäre ideal.
David Pacher, Vize-Kommandant der Polizei Kramsach
Ähnliche Taten im Vorfeld
„Inzwischen hat das Landeskriminalamt den Fall übernommen, weil es im Vorfeld schon mehrere ähnliche Taten gab“, schildert David Pacher von der Polizei Kramsach. Er appelliert, keinesfalls Geldtaschen im Einkaufswagen oder in der dortigen Handtasche liegenzulassen.
Was ist im Ernstfall zu tun?
Soll man eingreifen, wenn man Opfer oder Zeuge wird? „Festhalteversuche bergen immer ein bestimmtes Risiko. Sicherer wäre es - wenn möglich -, das Auto der Täter samt Kennzeichen zu fotografieren“, sagt der Polizeibeamte.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.