Auf den Spuren körperlicher und seelischer Reinigung: Der Regiepreis beim Sundance Filmfestival ist für den Film „Smoke Sauna Sisterhood“ hochverdient! Lesen Sie hier unsere „Krone“-Kritik zu dieser spannenden und sehr intimen Dokumentation.
Zischend steigt Dampf auf, wenn eine Wasserkelle über die heißen Steine perlt. Aus der feucht vernebelten Dunkelheit tauchen weibliche Umrisse auf, die von den matriarchalen Wurzeln der Sauna-Tradition in Estland erzählen.
Zum hervorbrechenden Schweiß gesellt sich eine innere Gelöstheit, die um sich greift und für regen Gedankenaustausch sorgt.
Wie uns die Estin Anna Hints die im Familienverband und Freundeskreis praktizierte Zeremonie des Saunierens in der Rauchsauna - von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben - nahebringt, an einem Ort der natürlichen Würde nackter Körper, macht dieses Räucherkammerspiel, das den von der Decke hängenden Schinken ebenso wie auch redseliger weiblicher Selbstermächtigung generationenübergreifend Raum gibt, zum entschleunigten Filmgenuss, der von der stimmungsvollen Inszenierung lebt. Aufguss, bitte!
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