Der Imster Gemeinderat gab grünes Licht für die „Verkehrsberuhigung“ durch Einbahn und Fußgängerzone in der Innenstadt. Damit enden die jahrzehntelangen Diskussionen um das Streitthema. Die Einbahnregelung tritt nach dem Schemenlaufen in Kraft, die Fußgängerzone ist vorerst „temporär“.
Ein (endloses) Thema, zwei Lager: Fußgängerzone in der Imster Innenstadt, oder nicht? Sechs Jahre nach Einführung der Begegnungszone machten die Investoren um Strobl-Bau, die in der Kramergasse rund 25 Mio. € zu verbauen gedenken, Druck und forderten Planungssicherheit.
Es sind mit dem Beschluss die Rahmenbedingungen für eine dauerhafte Fußgängerzone geschaffen worden.
Verkehrsreferent Thomas Schatz
Diese „Planungssicherheit“ war auch (nachvollziehbares) Thema am Mittwoch in der Gemeinderatssitzung, in der es mit Ausnahme eines Mandatars nur mehr ein Lager gab, nämlich das der permanenten Fußgängerzone. „Es sind mit dem Beschluss die Rahmenbedingungen für eine dauerhafte Fußgängerzone geschaffen worden“, klärt Verkehrsreferent Thomas Schatz auf. Allerdings muss sie so lange als temporär bezeichnet werden, bis alle Maßnahmen dafür geschaffen sind.
Fußgängerzone erst temporär, dann dauerhaft
Dauerhaft ist hingegen die Einbahnregelung durch die Kramergasse von Süd nach Nord (Beschluss ebenfalls 18:1), die 24-stündig ab 14. Februar gelten wird. Basis für beide Beschlüsse sind jahrelange Gespräche mit Bürgern und auch Gutachten „zur Entlastung der Innenstadt“. Die vorerst „temporäre“ Fußgängerzone wird von 10 bis 22 Uhr eingerichtet und wird sich von der Decorona-Einfahrt bis auf Höhe Stadtwerke erstrecken.
Zur „dauerhaften“ mutieren wird sie nach Ende der baulichen Maßnahmen vermutlich im Sommer. Radfahrer werden übrigens vom Fahrverbot ausgenommen werden. Mit einem entsprechenden Verkehrsleitkonzept samt leicht verständlicher Beschilderung wird der aus der Innenstadt verbannte Verkehr bereits präventiv auf die Umfahrungsstraße bzw. die „richtigen“ Straßenzüge geleitet.
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