Der gemeinnützige Wohnbauträger Vogewosi zieht eine bescheidene Jahresbilanz. Wegen der massiven Teuerungswelle wurde im Jahr 2023 das Bauvolumen in Vorarlberg gedrosselt.
Das sind keine guten Nachrichten für das Land: Die Vogewosi sollte eigentlich für zumindest annähernd genügend leistbaren Wohnraum sorgen - allerdings kann der gemeinnützige Wohnbauträger die Nachfrage längst schon nicht mehr erfüllen. Die jüngst veröffentlichten Zahlen zeigen das deutlich: Im Jahr 2022 wurden 66 Wohnungen übergeben, 2023 wurden 112 Mietwohnungen fertig gestellt. Derzeit befinden sich 272 Wohnungen in Bau, 114 davon werden im Laufe des nächsten Jahres an die Mieter übergeben.
Ganz klar: das ist zu wenig, um dem gesteigerten Bedarf nach leistbarem Wohnraum nachzukommen. Zwischen 2015 und 2020 hatte die Vogewosi deutlich mehr Wohnungen gebaut. Zeitweise befanden sich pro Jahr mehr als 500 Wohneinheiten im Bau - was auch der Zielsetzung der Landesregierung entsprach.
Inflation und Co
Als Gründe für die eingeschränkte Bautätigkeit geben die Verantwortlichen der Vogewosi die Inflation, hohe Zinsen und Kostensteigerungen in allen Bereichen an. Gestiegen seien auch die Errichtungskosten der Wohnungen: 2022 sollen diese durchschnittlich bei 3507 Euro pro m2 gelegen sein, im Jahr 2021 seien es noch 3312 Euro pro m2 gewesen. Das Neubauvolumen lag 2022 wie 2021 bei 26,5 Mio. Euro, knapp 15 Mio. Euro wurden in Sanierungen investiert. Die zögerliche Errichtung leistbaren Wohnraums wird in Vorarlberg seit Jahren von unterschiedlichster Seite wiederholt kritisiert - nicht erst, seitdem die Inflation die Preise in die Höhe getrieben hat.
Immerhin habe man die Mieten stabil halten können, erklärte Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz. „Auch in den neuen Wohnanlagen, die alle barrierefrei sind, können wir die Mieten inklusive Nebenkosten unter 11 Euro pro Quadratmeter halten“, erklärte er.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.