Spionagevorwürfe
EU-Mitarbeiter könnte Todesstrafe im Iran drohen
Der schwedische EU-Mitarbeiter Johan Floderus ist von der iranischen Justiz angeklagt worden. Vermutlich stehen Spionagevorwürfe im Raum - dafür kann Teheran sogar die Todesstrafe verhängen.
Über den Fall berichtete der Justizsprecher Massud Setajeschi am Mittwoch in Teheran vor Journalisten, wie das Justizportal Misan schrieb. Zu Details der Anklage gab es zunächst keine Informationen. Floderus wird bereits seit mehr als einem Jahr im Iran festgehalten.
Irans Geheimdienst hatte nach im Sommer 2022 gemeldet, ein Schwede sei wegen Spionagevorwürfen festgenommen worden, nachdem er mehrfach als Tourist in dem Land gewesen sei.
Beziehungen zwischen Iran und Schweden angespannt
Als möglicher Hintergrund des Falls gelten die angespannten Beziehungen zwischen Schweden und dem Iran. Teheran fordert von Schweden die Freilassung des Staatsangehörigen Hamid N., der wegen der Beteiligung an Massenhinrichtungen politischer Gefangener im Iran zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.
Im Mai ließ Irans Justiz einen schwedisch-iranischen Dissidenten hinrichten, dem terroristische Aktivitäten zur Last gelegt worden waren. Ein weiterer Doppelstaatsbürger, der Mediziner Ahmad Reza Jalali, wurde im Iran nach Spionagevorwürfen ebenfalls zum Tode verurteilt.







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