ÖBB und Post planen in Wiener Neustadt ein neues Stadtquartier mit Wohnungen, Büros und einem Hotel. Ein 22.000 Quadratmeter großes Areal beim Bahnhof soll dadurch „entsiegelt“ werden.
Städtebaulich nicht unbedingt ein Schmuckstück ist die unmittelbare Umgebung des Hauptbahnhofes in Wiener Neustadt. Hallen und Beton dominieren dort zur Zeit auf dem Areal zwischen Bahnhofsvorplatz, Ferdinand-Porsche-Ring und der neuen Park-&-Ride-Anlage. Kein Wunder, wird doch das Gelände von ÖBB und Post noch betrieblich genutzt.
„Urbaner Mix“
Das alles soll sich in nicht so ferner Zukunft ändern. Zum einen sind durch die Modernisierung des Bahnbetriebes Flächen frei geworden. Und wenn auch die Zustellbasis der Post an ihren neuen Standort übersiedelt ist, können die knapp 22.000 Quadratmeter einer neuen Nutzung zugeführt werden. Post und Bahn planen ein sogenanntes Stadtquartier. „Dieses wird einen urbanen Mix aus Wohnungen, Büros, Gesundheitseinrichtungen und einem Hotel bieten“, heißt es aus den beiden Konzernzentralen.
Wir werden penibel darauf achten, dass bei den Planungen offene Fragen wie die Verkehrsanbindung von den Projektbetreibern gut gelöst werden.
Klaus Schneeberger, Bürgermeister von Wiener Neustadt
Vor allem aber soll das derzeitige Grau des Betons viel Grün weichen. „Vorgesehen ist Raum für Wohn-, Arbeits- und Freizeitmöglichkeiten mit einem Höchstmaß an vielfältig begrünten Flächen“, spricht Claudia Brey, Leiterin des Immobilienmanagements der ÖBB, von einer „optimalen Vernetzung“ mit dem nahen Stadtpark“. Und Post-Manager Michael Ullrich schwebt eine „hohe Aufenthaltsqualität“ im künftigen Stadtquartier vor.
Den EU-weiten Architektenwettbewerb hat das Atelier Thomas Pucher aus Graz für sich entschieden. Die Entwürfe stoßen auch im Rathaus auf Wohlwollen: „Ein sehr gutes Ergebnis, das durch den hohen Grünanteil den Intentionen unseres Stadtentwicklungsplanes entspricht“, sagt Bürgermeister Klaus Schneeberger. Der Startschuss für die Umsetzung soll 2028 fallen.
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