Die Lage am Tiroler Arbeitsmarkt ist weiterhin stabil. Das AMS berichtet mit Ende Oktober nur von einem geringfügigen Anstieg der Arbeitslosigkeit, auch die Beschäftigung ist gestiegen.
Mit Stichtag 31. Oktober waren beim AMS Tirol 18.038 Personen als arbeitslos gemeldet, das sind 430 Menschen bzw. 2,4 Prozent mehr als im Oktober 2022. Davon waren 80 Prozent kürzer als drei Monate arbeitslos, knapp die Hälfe hat bereits eine Einstellungszusage von einem Betrieb. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten hat sich im Vorjahresvergleich um 3000 auf 345.000 Personen erhöht. Die Arbeitslosenquote in Tirol betrug damit im Oktober 5,0 Prozent, vergangenes Jahr lag sie bei 4,9 Prozent.
Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit lässt sich größtenteils mit einem wachsenden Arbeitskräftepotenzial erklären. Die wirtschaftliche Schwächephase bildet sich in den Arbeitslosenzahlen bisher kaum ab.
Johannes Schranz, stv. Landesgeschäftsführer AMS Tirol
Mehr offene Stellen im Gesundheits- und Pflegebereich
Beim AMS Tirol waren im Oktober 7512 offene Stellen zur sofortigen Besetzung gemeldet, 13 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Im Gesundheitswesen (+112), in Alten- und Pflegeheimen (+49) und im Informationsdienstleistungsbereich (+39) gibt es hingegen mehr offene Stellen als noch im Jahr zuvor. 10.590 Tiroler haben sich vergangenen Monat beim AMS als arbeitslos vormerken lassen, 2776 Menschen wurden zurück in den Arbeitsmarkt vermittelt. Durchschnittlich sind Arbeitslose derzeit 68 Tage lang ohne Job.
406 sofort einsatzbereite Lehrstellensuchende (+2,3 Prozent im Vorjahresvergleich) standen im Oktober 1445 sofort verfügbaren Lehrstellen (-8,9 Prozent) gegenüber. Die meisten Lehrlinge werden im Einzelhandel (488), in der Beherbergung (263) und im Baunebengewerbe (178) gesucht.
Die Anzahl der offenen Stellen gheht zwar zurück. Im langjährigen Vergleich ist der Personalbedarf aber weiterhin auf einem hohen Niveau.
Johannes Schranz, stv. Landesgeschäftsführer AMS Tirol
Bau und Handel mit Anstieg, Gastronomie dagegen stabil
Die Branchen, in der die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich stark gestiegen ist, sind Arbeitskräfteüberlassung (+16,5 Prozent), Bau (+6,8 Prozent) und Handel (+4,1 Prozent). In der Beherbergung und Gastronomie ist die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich hingegen um nur 0,2 Prozent gestiegen, wobei mehr als drei Viertel der Betroffenen hier bereits eine Einstellzusage von einem Betrieb haben.
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