Starke Frauenrollen und ganz viel Krimispaß bietet das neue Stück des Spielkreises Götzis. Die „Krone“ lernte bei den Proben die unterschiedlichen Charaktere kennen.
Kurz vor Weihnachten versammeln sich die acht Frauen der Familie in ihrem abgelegenen Landhaus. Es schneit unaufhörlich und sie sind komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Plötzlich geschieht ein entsetzliches Verbrechen im Haus, und jede der acht Frauen erscheint verdächtig.
Das Ensemble des Spielkreises Götzis hat sich dem Stück „Acht Frauen“ von Robert Thomas, das mit hochkarätiger Besetzung verfilmt wurde, angenommen. Am Samstag wird im Vereinshaus mit der beliebten Krimikomödie Premiere gefeiert. Regisseur Gerhard Zuggal ist bereits seit 40 Jahren theaterbegeistert und darf als einer der wenigen Männer hinter den Kulissen mitwirken. „Ich bin fasziniert von den verschiedenen Charakteren und Typen der acht Frauen. Meine Herausforderung ist es, jede einzelne Figur mit den Schauspielerinnen herauszuarbeiten“, erzählt er von der Probenarbeit.
Kommende Aufführungstermine von „Acht Frauen“
Samstag, 28.10, um 20 Uhr
Freitag, 3.11., um 20 Uhr
Samstag, 4.11. um 20 Uhr
Samstag, 11.11., um 20 Uhr
Sonntag, 12.11., um 18 Uhr
je im Vereinshaussaal der Kulturbühne AmBach, Götzis
„Wir können aus dem Vollen schöpfen“
Unterstützt wird er von Regieassistent Rolf Hanselmann. Der Schweizer freut sich, dass er ein Stück mit viel Spannung und unerwarteten Wendungen „bühnenreif“ machen darf. Dazu zählen auch Bühnenbild, Requisiten und Kostüme. „Bei ‘Acht Frauen‘ kann man aus dem Vollen schöpfen: Das tun wir mit viel Begeisterung.“
Nicht weniger motiviert zeigen sich die Darstellerinnen. Hannah Gstöhl spielt die „Susanne“. In ihrem wahren Leben ist sie Reiseberaterin, aber in ihrer Freizeit schlüpft sie gerne in andere Rollen. Dafür bietet sich dieses Stück besonders an: „Durch die vielen verschiedenen Emotionen und Situationen hat man das Gefühl, man spielt nicht nur eine Figur.“ Anna Maier ist schon seit ihrer Kindheit Mitglied beim Spielkreis Götzis und durfte bei vielen Produktionen mitwirken. Ein richtiger Bühnenprofi sozusagen. Dieses Mal verkörpert sie die geheimnisvolle „Louise“. „Ihre liederliche und etwas verruchte Art trägt zur Vielfalt der Charaktere bei und bringt so manches Geheimnis ans Licht“, verrät sie.
Ein Netz aus Lügen und Intrigen
Der Götzner Theaterverein feiert bald sein 60-jähriges Bestehen und führt nicht nur Produktionen mit der „Erwachsenen-Theatergruppe“ auf, sondern engagiert sich auch im Kinder- und Jugendbereich. Alle Vereinsmitglieder sind ehrenamtlich tätig und mit vollem Eifer dabei, wenn es darum geht, ein Stück zu erarbeiten oder organisatorisch aktiv zu sein.
Ruth Forster steht ebenfalls bei „Acht Frauen“ auf der Bühne. Für sie ist es kein unbekanntes Stück, denn vor 17 Jahren feierte sie damit ihr Theaterdebüt in Höchst. „Ich finde es toll, dass wir auch dem Publikum in Götzis so ein spannendes Stück bieten können. Außerdem gefällt es mir, einmal so richtig geizig zu sein“, scherzt sie.
Jede Einzelne wird von einer scheinbar Unschuldigen zur Verdächtigen. Das finde ich nach wie vor sehr spannend.
Gerhard Zuggal, Regisseur
Sigrid Marte ist auch ein „alter Theaterhase“ - sie steht nämlich schon seit rund 50 Jahren auf den Brettern, die die Welt bedeuten. In der Rolle der „Madame Chanel“ findet sie sich in einem Netz von Lügen und Intrigen wieder: „Das Publikum erlebt bei uns viele Gänsehautmomente und geballte Frauenpower!“
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