Nachdem zwei Bulgaren in Klagenfurt festgenommen worden waren (siehe Infobox), liefen die Ermittlungen der Kripo in halb Österreich auf Hochtouren. Mit Erfolg: Am Wochenende gingen der Kripo in Graz zwei weitere Bulgaren ins Netz, die in Salzburg und Linz Bankomaten manipuliert haben sollen.
Die Mitglieder der "Bankomat-Mafia" montierten spezielle Aufsätze auf die Kartenleseschlitze, um die Magnetstreifendaten der EC-Karten ausspionieren zu können. Die Geheimzahl der Bankkunden spähten die jetzt Festgenommenen – anders als jene in Klagenfurt – nicht mit Minikameras, sondern mit speziellen Tastaturen auf dem Zahleneingabefeld aus. "Bei dem manipulierten Bankomat in Linz wurde aber auch ein Loch für Minikameras vorgefunden", so Daniela Zwettler von der Kripo Graz. Wie sie geht auch Kärntens Kripo-Chef Gottlieb Türk davon aus, dass die Festgenommenen alle demselben Netzwerk angehören.
Die Ironie an der Geschichte: Auf die Spur sind die Ermittler den frechen Betrügern in Graz gekommen, weil diese mit immer derselben EC-Karte ausprobiert hatten, ob die Manipulationen am Bankomat auch wirklich funktionieren.
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