Gemeinsame Schule

Zustimmung und Skepsis für Vorstoß von LR Hagele

Tirol
12.09.2023 17:00

Tirols Bildungslandesrätin Cornelia Hagele outete sich bei einer Studienreise in Finnland als Fan der gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen. Die Ansage der ÖVP-Politikerin bleibt daheim nicht ohne Reaktionen. Es gibt Zustimmung, aber auch eine große Portion Skepsis. 

In Österreich ist das Thema gemeinsame Schule ideologisch vermintes Gebiet, die ÖVP nicht als Befürworterin bekannt. Doch Hagele ist nicht die erste ÖVP-Politikerin, die dem Konzept etwas abgewinnen kann. Vorarlbergs Landesregierung will ein Pilotprojekt, scheiterte bisher aber an den Gegnern. Beim Koalitionspartner rennt Hagele offene Türen ein.

SPÖ-Bildungssprecher Benedikt Lentsch verweist darauf, dass die gemeinsame Schule ein klar definiertes Ziel der SPÖ Tirol ist: „Jedes Kind verdient dieselben Chancen. Die gemeinsame Schule ist dafür der Schlüssel: Sie setzt auf individuelle Förderung statt blanke Kategorisierung.“

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Endlich bewegt sich die ÖVP. Wir müssen veraltete Strukturen hinter uns lassen.

Birgit Obermüller

Auch Grüne und Neos klare Befürworter
Auch die Grünen sind deklarierte Befürworter. Die frühe Trennung bedeute unnötigen Druck auf Kinder, Eltern, Lehrer, sagt LA Zeliha Arslan: „Die gemeinsame Schule bietet bessere Rahmenbedingungen, damit Kinder ihre Stärken weiterentwickeln.“

Neos-Bildungssprecherin Birgit Obermüller meint: „Endlich bewegt sich die ÖVP.“ Obermüller bezeichnet das jetzige Schulsystem als bürokratisch, ineffizient, wenig chancengerecht und drängt zum Handeln: „Wir müssen veraltete Strukturen hinter uns lassen.“

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Mit der ÖVP wird die gemeinsame Schule nicht kommen.

Markus Sint

Liste Fritz fordert Tempo bei Ganztagsschule
Markus Sint (Liste Fritz) ist sich sicher: „Mit der ÖVP wird die gemeinsame Schule nicht kommen.“ Sint plädiert dafür, das Machbare zu tun und fordert mehr Tempo bei der Ganztagsschule.

Die FPÖ ist fürs differenzierte Schulsystem mit Gymnasium und Mittelschule. LA Gudrun Kofler: „Das stellt nicht nur Unterstützung der Schwächeren sicher, sondern auch eine Förderung der Begabten.“

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