Die rote Laterne leuchtet seit Samstagabend wieder über dem Innsbrucker Tivoli Stadion: Die WSG Tirol lief gegen den Aufsteiger Blau Weiß Linz in ein mehr als blamables 2:4-Debakel und ist jetzt Tabellenschlusslicht!
Das ist so eine Sache mit dem Selbstbewusstsein. Zwei Top-Remis (gegen Rapid und LASK) sollten Vertrauen ins eigene Spiel geben. Sollte man meinen! Doch wie die WSG Tirol gegen den Aufsteiger, der mit vier Tiroler Heimkehrern (Ronivaldo, Pirkl, Maranda, Gölles) startete, vor der Pause agierte, hatte mit Bundesliga nichts zu tun!
Katastrophale Zweikampfwerte, extrem schläfriger Spielaufbau, fatale Defensivfehler. Beim 0:1 durch Ronivaldo durfte Pirkl ungehindert flanken (2.), wie Mensah das Leder im Strafraum ungehindert annehmen, unter die Latte knallen durfte, war erschreckend (2:0/11.). Selbst der schnelle Anschluss von Luca Kronberger änderte nichts am unsäglichen WSG-Gemurkse (1:2/20.).
Mehr Engagement nach Pause, aber nur kurz
Es musste in der Kabine ein Donnerwetter von Coach Thomas Silberberger gegeben haben - zumindest in den ersten fünf Minuten nach der Pause war mehr Engagement von den Grün-Weißen zu sehen. Aber nur fünf!
Die Linzer hatten in der Folge leichtes Spiel, die Wattener auseinander zu nehmen. Ein einfacher Pass von Ronivaldo ins Zentrum und Noß durfte alleine auf Stejskal zulaufen, ließ keine Nerven erkennen – 3:1 (52.). Nur zwölf Minuten später, als erstmals Neuzugang Mahamadou Diarra am Feld stand, nützte Julian Gölles dieselbe Spielsituation wie zuvor zum endgültigen Tiroler Nackenschlag: Wieder ließ man den WSG-Keeper im Stich, der Mittelfeldspieler traf mit etwas Glück zum 4:1 (64.).
Erstes Pflichtspiel, erstes Tor
Für einen kleinen Lichtblick sorgte wenigstens noch Diarra: Nach einem harmlosen Sulzbacher-Schuss patzte BW-Goalie Schmid, der 19-Jährige aus Mali staubte bei seinem ersten Pflichtspiel zu seinem ersten Bundesliga-Tor ab (2:4/74.).
Trotzdem: Diese Demütigung lässt für die nahe Zukunft Schlimmes befürchten!
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