Die Polizei geht allerdings davon aus, dass es noch weitere Betrugsfälle gibt, und hofft, mit der Veröffentlichung des Fotos der Frau andere Opfer aufmerksam zu machen.
Erst am 3. Jänner konnte das Treiben der Frau gestoppt werden: Nach einem Diebstahl in der Leystraße in der Brigittenau flüchtete die Frau zunächst, wurde aber wenig später gefasst. Die Verdächtige hatte nach Polizeiangaben eine 95-Jährige dazu gebracht, sie in die Wohnung zu lassen, und sich dann mit Geld und einigen Wertgegenständen aus dem Staub gemacht.
Verdächtige auf Weg zur Polizei getroffen
Die Seniorin bemerkte den Diebstahl aber rasch und machte sich laut Polizeisprecherin Adina Mircioane in Begleitung ihres Sohnes auf den Weg zur nächsten Polizeiinspektion, um den Vorfall anzuzeigen. Unterwegs sah die 95-Jährige die Tatverdächtige wieder: Diese versuchte noch zu flüchten, wurde aber von Polizisten geschnappt.
Die 1,50 Meter kleine Verdächtige soll immer mit dem gleichen Trick auf Beutejagd gegangen sein: Sie verschaffte sich mit der Behauptung, sie sei eine Mitarbeiterin einer karitativen Organisation und wolle helfen, Zutritt zu den Wohnungen ihrer betagten Opfer. Teilweise hatte sie sogar Blumen oder andere kleine Geschenke dabei.
Einen Diebstahl zugegeben, die anderen geleugnet
Den letzten Diebstahl - die Beute hatte sie bei ihrer Festnahme noch in der Tasche - hat die Frau inzwischen auch zugegeben. Mit den anderen Fällen will sie allerdings nichts zu tun haben. Die Polizei geht davon aus, dass allein der Schaden der ihr bisher zur Last gelegten Fälle 10.000 Euro übersteigt.
Zweckdienliche Hinweise erbittet das Landeskriminalamt Wien (Außenstelle Ost) unter der Telefonnummer 01/31310-62800.
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