Die Nachfrage nach Betreuung in Kleingruppen steigt. Immer mehr Betriebe und Gemeinden setzen auf Tagesmütter und -väter. Der Tiroler Verein „Frauen im Brennpunkt“ vermittelt und bildet Tageseltern aus. Erstmals wurde ein Lehrgang im Außerfern abgehalten. Der nächste Kurs ist auch schon organisiert.
Neben Kindergarten und -krippen hat sich in Tirol die Betreuung der Jüngsten durch Tagesmütter oder Tagesväter – letztere sind immer noch die große Ausnahme – etabliert. Die Nachfrage steigt, wie man im Verein „Frauen im Brennpunkt“ bestätigt. Der Verein gehört seit 37 Jahren zu den Anbietern von Tagesbetreuung in mehreren Tiroler Bezirken und hat aktuell 40 Tagesmütter angestellt.
Besonders für kleine Gemeinden und Unternehmen sind Tageseltern ein großer Gewinn.
Claudia Birnbaum, Geschäftsführerin „Frauen im Brennpunkt“
Erstmals wieder ein Mann in der Ausbildung
„Frauen im Brennpunkt“ zeichnet auch für die Ausbildung von Tageseltern verantwortlich. Kürzlich fand erstmals ein Lehrgang im Außerfern statt. Möglich wurde das durch Förderungen der EU über die Regionalentwicklung Außerfern und der Gemeinde Reutte. Die Ausbildung in Reutte war nicht nur die erste dieser Art im Außerfern, sondern bot eine weitere Besonderheit. Erstmals nahm neben zehn Frauen wieder ein Mann am mittlerweile abgeschlossenen Lehrgang teil.
„Flexibilität für Firmen und Gemeinden wichtig“
Nicht nur Private greifen immer öfter auf die Dienste von Tageseltern zurück, auch Firmen und Kommunen. „Besonders für kleine Gemeinden und Unternehmen sind Tageseltern ein großer Gewinn, denn sie ermöglichen eine flexible, altersunabhängige Betreuung in örtlicher Nähe“, betont Claudia Birnbaum, Geschäftsführerin von „Frauen im Brennpunkt“.
Mitte September startet Lehrgang in Innsbruck
Der nächste dreimonatige Grundlehrgang findet ab 15. September in Innsbruck statt. „Noch sind Plätze frei“, heißt es bei „Frauen im Brennpunkt“. Dort ist man überzeugt, dass Kinderbetreuung durch Tageseltern in Zukunft noch wichtiger und gefragter wird. Der Lehrgang wird vom AMS finanziert und ist für die Teilnehmenden kostenlos.
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