04.01.2012 12:05 |

Schnee nur im Westen

Wetter im Osten sorgt bei Tieren für "Frühlingsgefühle"

Wenn im Wiener Tiergarten Schönbrunn Kormorane balzen (Bilder), Präriehunde auf die Winterruhe "pfeifen" und Nashörner sowie Giraffen ausgedehnte Spaziergänge unternehmen, dann kann das Anfang Jänner eigentlich nur heißen: Es ist viel zu warm. Während auch am Mittwoch im Osten Österreichs Temperaturen im zweistelligen Plusbereich gemessen wurden, darf sich der Westen auf jede Menge Neuschnee freuen, der schon in Kürze eintreffen sollte.

Schon der Dezember, ein traditionell temperaturflexibler Monat, war 2011 in Wien mit 2,4 Grad über dem langjährigen Mittel der zehnt-wärmste seit 1775. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik gab es auch noch nie so wenige Frosttage, nämlich nur fünf. Es wurde kein einziger Tag registriert, an dem die Temperaturen nie über null Grad kletterten. Und von 4. Dezember bis 4. Jänner wurden an allen 32 Tagen Höchstwerte von mehr als drei Grad plus gemessen.

Dass die Tierwelt bei solchen Werten "Frühlingsgefühle" bekommt, scheint logisch: 11,1 Grad in Stammersdorf (4.1.), 12,3 Grad in Weitra im Waldviertel (2.1.) und sogar 13,1 Grad in Leibnitz in der Südsteiermark (2.1.) drängen den Winter schon ziemlich aus der Wahrnehmung. Von Schnee im Osten und Südosten des Landes kann also auch weiterhin keine Rede sein.

Über ein Meter Neuschnee im Westen erwartet
Sehr wohl ein Thema ist Schnee hingegen im Westen Österreichs. Vor allem Vorarlberg und Tirol dürfen sich in den kommenden Tagen auf viel Neuschnee freuen. Stimmen die Prognosen, dann sollte sich von Donnerstag bis Sonntag bis zu einem Meter frische weiße Pracht auftürmen - besonders am Arlberg, auf der Silvretta und im Außerfern. Am Alpennordrand könnte es sogar über einen Meter werden, so ein Meteorologe der ZAMG Innsbruck.

Allerdings hat der neuerliche Wintereinbruch im Westen auch seine Schattenseiten. Die Niederschläge werden von starkem Wind begleitet, Böen von 80 bis 100 km/h dürften keine Seltenheit sein. Und aufgrund der Tatsache, dass die Temperaturen nicht allzu eisig sind, steigt auch die Lawinengefahr.

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