Behandlungsfehler?

Zwei offene Fälle an Tiroler Kinderklinik nicht zuordenbar

Tirol
30.11.2011 14:37
Zwei der in den letzten Wochen bekannt gewordenen Fälle von angeblichen Behandlungsfehlern in der Innsbrucker Kinderklinik sind laut Angaben der Staatsanwaltschaft Innsbruck derzeit nicht zuordenbar. Die Anklagebehörde habe von der Tilak entsprechende Unterlagen angefordert, doch sei es dort nicht gelungen, konkrete Patienten ausfindig zu machen, sagte deren Sprecher Hansjörg Mayr am Mittwoch. Die beiden Fälle wurden - wie berichtet - von der "Elternplattform Kinderklinik" vor rund drei Wochen aufs Tapet gebracht.

Was seitens der "Elternplattform Kinderklinik" zu den zwei angeblich weiteren Fällen bekannt gemacht wurde, sei jedenfalls "zu wenig, um von Amts wegen tätig zu werden", erklärte Mayr: "Es hilft nichts. Wir bräuchten mehr Informationen, um entscheiden zu können, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird." Bis dato hätten sich weder die Eltern noch Plattform-Sprecherin Gabriele Fischer bei der Staatsanwaltschaft gemeldet, berichtete Mayr.

Keine konkreten Angaben
Fischer hatte angegeben, dass heuer sowohl ein 16 Monate altes als auch ein dreijähriges Kind nach Routineoperationen mit dem Narkosemittel Propofol sediert worden seien und der dreijährige Bub seitdem behindert sein soll. Das 16 Monate alte Kind befinde sich aber laut Fischer mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Genauere Angaben zu den Fällen wollte die Elternplattform-Sprecherin damals nicht machen.

Ende Oktober war ein dreijähriges Mädchen an der Innsbrucker Klinik nach einer Sedierung mit Propofol über 46 Stunden gestorben. Dies hatte zum Teil heftige Kritik an der Kinderklinik und deren Struktur ausgelöst. Wenig später wurde der Fall eines Südtiroler Buben bekannt, der nach einer Hauttransplantation in der Innsbrucker Klinik im Jahr 2006 schwerbehindert ist (siehe Infobox).

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