Ausgebildete Pflegekräfte aus Drittstaaten müssen hohe Kosten und bürokratische Hürden sich nehmen, um hier arbeiten zu dürfen. Das Hilfswerk fordert Veränderungen - rasch!
Am Mittwoch wurde der Jahresbericht der Pflege- und Patientenanwaltschaft im Landtag präsentiert. Neben tragischen Behandlungsfehlern in Krankenhäusern ist vor allem der Personalmangel und die Mehr-Klassen-Medizin eines der drängendsten Probleme. Daher fordert Patientenanwalt Gerhard Jelinek qualifizierte Migration und eine rasche Nostrifizierung der Ausbildung von EU-Staatsbürgern, die in der Pflege tätig sein wollen.
Im Jahr 2021 konnte Deutschland rund 20.000 Pflegekräfte aus dem Ausland gewinnen. Hierzulande sind es im Durchschnitt 130 pro Jahr aus Drittstaaten.
Bewerber fühlen sich in der Luft gelassen, was Information und Unterstützung betrifft.
Elisabeth Anselm, Geschäftsführerin des Hilfswerk Österreich
Ja zur Arbeitsmigration
Das muss sich laut Geschäftsführerin Elisabeth Anselm und Präsident des Hilfswerks Othmar Karas dringend ändern. So fordern sie ein Ja zur Arbeitsmigration, eine bundesweite Strategie, Infos und Hilfestellung in den Herkunftsländern sowie hier und eine Gleichwertigkeitsprüfung der Ausbildung im Ausland statt einem 1:1 Vergleich.
Bis 2030 benötigt das Land bis zu 90.000 Pflegekräfte. Das sei nur national nicht zu stemmen. Die Auswirkungen der Personalnot sieht man in Wien seit Monaten. Veränderung muss also her.
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