Rammstein im Visier

Causa Lindemann nun Fall für Staatsanwaltschaft

Adabei
14.06.2023 15:23

Die Causa um Rammstein-Frontmann Till Lindemann (60) spitzt sich weiter zu: Nach den schweren Vorwürfen weiblicher Fans hat nun die Staatsanwaltschaft in Berlin Ermittlungen aufgenommen. Die Behörde bestätigte am Mittwoch, dass wegen „Tatvorwürfen aus dem Bereich der Sexualdelikte und der Abgabe von Betäubungsmitteln“ gegen Lindemann ermittelt werde.

Die Erhebungen wurden nach Angaben einer Sprecherin aufgrund „mehrerer Strafanzeigen von nicht am möglichen Tatgeschehen beteiligten Personen“ sowie von Amts wegen eingeleitet. Details wollte man nicht nennen, „um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden und die Persönlichkeitsrechte der potenziell Geschädigten und des Beschuldigten zu schützen“.

Anfangsverdacht in zwei Fällen
Die deutsche „Bild“-Zeitung berichtete zuvor, es werde in zwei Fällen nach Paragraf 177 des deutschen Strafgesetzbuches ermittelt - also wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe, sexueller Nötigung und/oder Vergewaltigung. Ursprung der Ermittlungen seien „zwei Anzeigen zu unterschiedlichen mutmaßlichen Taten. Eine ging bei der Berliner Polizei ein, die andere ist direkt bei der Staatsanwaltschaft gestellt worden.“ Es gebe einen Anfangsverdacht.

Hintergrund sind in den vergangenen Wochen aufgekommene schwere Vorwürfe mehrerer Frauen. Sie seien über eine Managerin Lindemanns zu Treffen mit dem nunmehr 60-jährigen Metal-Sänger eingeladen worden, auf denen es zu den Übergriffen gekommen sei. Außerdem wurde ein mutmaßlicher Einsatz von Drogen - ohne das Wissen der beteiligten Personen - im Umfeld der Konzerte in den Raum gestellt.

„Ausnahmslos unwahr“
Lindemann hatte sämtliche Vorwürfe über seine neue Anwaltskanzlei vehement zurückweisen lassen: „So wurde wiederholt behauptet, Frauen seien bei Konzerten von Rammstein mithilfe von K.-o.-Tropfen bzw. Alkohol betäubt worden, um unserem Mandanten zu ermöglichen, sexuelle Handlungen an ihnen vornehmen zu können. Diese Vorwürfe sind ausnahmslos unwahr.“ Man werde „wegen sämtlicher Anschuldigungen dieser Art umgehend rechtliche Schritte gegen die einzelnen Personen einleiten“, hieß es in einer Stellungnahme vom 8. Juni.

Zwei Auftritte in Österreich
Rammstein touren derzeit durch Europa und spielen im Sommer auch in Österreich (26./27. Juli im Wiener Ernst-Happel-Stadion) - zumindest wurden die Auftritte bislang nicht abgesagt. ÖVP-Frauenministerin Susanne Raab (siehe auch Video oben) forderte zuletzt gar eigene Schutzkonzepte für die beiden Wien-Gigs. Außerdem gibt es bereits eine Petition namens #KeineBühne, die sich dafür einsetzt, dass es künftig gar keine Konzerte mit Lindemann mehr geben solle.

Keine Schaumkanone mehr
Die Konsequenzen, die Rammstein bislang selbst aus den Vorwürfen zogen: Zum einen soll jene Mitarbeiterin, die die Frauen direkt bei den Konzerten oder via Instagram „rekrutiert“ haben soll, gefeuert worden sein - was allerdings nie bestätigt wurde. Außerdem soll es ein „Awareness-Konzept“ geben, dafür vorerst keine Aftershowpartys mehr. Und: Anders als bei den ersten Konzerten der laufenden Tour verzichtet man auf das Lied „Pussy“, zu dem Lindemann das Publikum sonst mit einer riesigen penisförmigen Schaumkanone anspritzt.

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(Bild: kmm)



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