GUTEN MORGEN

Bremse bei der Bremse | An die Macht klammern

Bremse bei der Bremse. Die Koalition würgt wieder einmal herum - aktuell geht es einmal mehr um die Mietpreisbremse. Während sich der kleine Koalitionspartner dafür ausgesprochen hat, setzte sich die ÖPVP Ende März bekanntlich durch - statt Bremse lieber ein Mietkostenzuschuss. Jetzt ist das Thema wieder akut, weil die nächste Mietpreiserhöhung ansteht. Wifo-Chef Gabriel Felbermayr spricht sich wie schon bei der seinerzeitigen Diskussion für eine Bremse aus - nicht zuletzt, weil diese auch nicht unerheblich inflationsdämpfend wirken würde. Doch die ÖVP bremst auch diesmal wieder bei der Mietpreisbremse. Sie wird sich weiter gefallen lassen müssen, wenn man ihr nachsagt, dass ihr offensichtlich Vermieter wichtiger sind als die Mieter, die kaum noch wissen, wie sie das Wohnen für ihre Familie finanzieren können.

An die Macht klammern. Die Uneinigkeit bei der Mietpreisbremse - einer der vielen Konfliktpunkte in der Koalition, die andererseits beteuert, bis Ende der Legislaturperiode durchzuhalten. Also bis Herbst des nächsten Jahres. Das finden manche kaum erträglich. Wie „Krone“-Leserbriefschreiber Manfred Waldner aus Tirol. Er weist in seinem Schreiben, das wir heute in der „Krone“ veröffentlichen, darauf hin, dass in Spanien die regierenden (Links-)Parteien bei Regionalwahlen deutlich verloren haben, weshalb Regierungschef Pedro Sanchez vorgezogene Neuwahlen ausgerufen hat, da er kein „Vertrauen“ der Bevölkerung in seine Regierung mehr sah. Leser Waldner meint: „Nun - in Österreich haben die regierenden Parteien auch bei ALLEN Regional- bzw. Bundesländer-Wahlen klare Verluste eingefahren, doch hierzulande will man von ,Konsequenzen´ nichts wissen und klammert sich fest an die Macht! Tja, Demokratieverständnis bzw. Rücksicht auf die Wünsche und Forderungen der Bürger werden nicht überall gleich gesehen!“ Ja, das sollte den Regierenden hierzulande zu denken geben!

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

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