Multiplayer-Gaudi

"Ratchet & Clank: All 4 One" ist nichts für Einzelgänger

Spiele
09.11.2011 15:23
Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. So kommt es, dass sich die kosmischen Helden Ratchet, Clank und Captain Qwark in Sonys "All 4 One" für die PS3 sogar mit ihrem Erzfeind Dr. Nefarious verbünden, um einer neuen Bedrohung entgegenzutreten - sehr zum Vergnügen des Spielers, wohlgemerkt, dem damit ungeahnte Multiplayer-Freuden beschert werden.

Ältere Semester erinnern sich sicher noch mit Freuden an jene Tage zurück, in denen man noch über Stunden hinweg gemeinsam – sprich: zu dritt oder viert - vor einem Bildschirm um die Wette "daddelte". Inzwischen fast schon zur Seltenheit geworden, lässt Sony diese Tradition mit "Ratchet & Clank: All 4 One" nun wieder aufleben: Sowohl online als auch offline können bis zu vier Spieler simultan zu Blaster, Schraubenschüssel und Co. greifen und ihr Glück versuchen – ohne Splitscreen, also alle miteinander glücklich vereint auf einem Bildschirm.

Dass das nicht immer reibungslos funktioniert, versteht sich von selbst. Insbesondere zu viert wird es inmitten von Blaster-Explosionen und herumfliegenden Schraubenmuttern schnell unübersichtlich. Aber auch schon zu zweit sind Konflikte vorprogrammiert. Dies gilt vor allem dann, wenn der eine Spieler unbedingt in die eine und der andere in die genau entgegengesetzte Richtung möchte; oder wenn der eine vorauseilt und der andere nicht schnell genug hinterherkommt und dadurch ins Bildschirm-Nirwana stürzt. Positiver Nebeneffekt des Ganzen: Das ansonsten beim Gamen eher vernachlässigte kommunikative Miteinander rückt wieder verstärkt in den Mittelpunkt.

Teamwork ist aber nicht nur gewollt, es ist mitunter sogar zwingende Voraussetzung, um in "All 4 One" zu bestehen. So gilt es in an Valves "Portal" erinnernden Nebenleveln etwa, gemeinsam Schalterrätsel zu bewältigen. Während der eine Spieler noch kurbelt, muss der andere schon vorausgeeilt sein, um den nächsten Knopf zu betätigen. Ein anderes Mal müssen sich die Helden gegenseitig an den Händen haltend über Abgründe schwingen oder mit den gleichen Waffen Endgegner unter Beschuss nehmen, um die Feuerkraft ihrer Schießprügel zu multiplizieren.

Letztere können übrigens wie für die "Ratchet & Clank"-Serie üblich durch fleißiges Sammeln von Schrauben an bestimmten Stellen des Spiels aufgerüstet und mit neuer Munition versorgt werden. Für Abwechslung und die gewisse Portion Individualismus sorgt dabei, dass einige Schießprügel bestimmten Charakteren vorbehalten sind. So verfügt beispielsweise nur Clank über die Gabe, mithlfe einer Kanone die Zeit zu verlangsamen.

Wenn gerade nicht geballert wird, bietet "All 4 One" die für das Franchise typische, aber gewohnt hochwertige und spaßige Plattform-Kost, inklusive rasanter Rutschpartien auf Schienen, Ausflügen mit dem Jet-Pack oder Spaziergängen senkrecht die Wand hinauf. Einziges Manko dabei, nebst bereits erwähnter Unübersichtlichkeit: Die Kamera ist unbeweglich, wodurch gewisse Winkel des Spiels gar nicht oder nur schwer zu erreichen sind.

Am Ende eines jeden Levels können Spieler anhand diverser Statistiken übrigens überprüfen, wer von ihnen etwa die meisten virtuelle Tode gestorben ist oder wer sich am gierigsten über Schrauben und andere Extras hergemacht hat, und den Wettbewerb untereinander dadurch weiter anstacheln.

Fazit: Die Story zu "Ratchet & Clank: All 4 One" ist mit Sicherheit nicht die originellste, und auch die Gameplay-Elemente dürften Fans der Serie bereits hinlänglich bekannt sein. Im Spiel mit bis zu drei weiteren Freunden rücken derartige Mankos jedoch in den Hintergrund und der Spielspaß überwiegt. Wer also genug davon hat, alleine vor der Konsole zu sitzen, und sich wünscht, mal wieder unter Leute zu kommen, ist bei "Ratchet & Clank: All 4 One" bestens aufgehoben.

Plattform: PS3
Publisher: Sony
krone.at-Wertung: 8/10

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