Nach Hausbesetzung

Großaufgebot der Polizei löst illegale Demo in Wien auf

Wien
09.11.2011 08:23
Nach der friedlichen Räumung eines besetzten Hauses der Buwog in Wien-Neubau ist es am Dienstagabend zu einer unangemeldeten Protestdemonstration im 6. und 7. Bezirk gekommen, die schließlich von der Polizei am Getreidemarkt aufgelöst wurde. Weil die rund 150 Demonstranten zunächst nicht gehen wollten, wurden sie von einem Großaufgebot der Polizei (Bilder) eingekreist.

Begonnen hatte die Kundgebung gegen 18 Uhr bei der Hauptbibliothek am Gürtel. Der Demonstrationszug bewegte sich dann durch die Burggasse Richtung Innenstadt. Dabei kam es zu Verkehrsbehinderungen, die Demonstranten setzten laut Polizei Pyrotechnik ein, die Scheibe eines Pkws wurde eingeschlagen.

Vier Festnahmen
Die Polizei hatte an die 100 Beamte im Einsatz. Von den Demo-Teilnehmern waren zuletzt noch rund 40 Personen anwesend, der Getreidemarkt war zwischen Mariahilfer Straße und Secession in beide Fahrtrichtungen gesperrt. An der Ecke zur Gumpendorfer Straße war schließlich Endstation. Es kam zu vier Festnahmen.

Besetztes Haus von Polizei geräumt
Hintergrund der Protestaktion dürfte die polizeiliche Räumung eines besetzen Hauses am Dienstagnachmittag sein (siehe Infobox). Das der Buwog gehörende Gebäude soll nun abgerissen werden und einem neuen Wohnhaus Platz machen – ganz entgegen den Vorstellungen der Aktivisten, die sich Mitte Oktober in dem Haus eingenistet hatten. Sie wollten in dem leer stehenden Gebäude in der Lindengasse 60 – von den Aktivisten "Epizentrum" getauft – "ein selbst verwaltendes Zentrum" für Kunst, Kultur und Bildung" schaffen.

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