Im Kampf gegen den akuten Pflegermangel wird jede helfende Hand gebraucht, aber nicht auch automatisch jede helfende Hand gefördert. Die Neos üben deshalb nun harte Kritik am System.
Bereits während der vergangenen Jahre hat Wolfgang Huber nichts unversucht gelassen. Gemeinsam mit dem Team von Cura Communitas bringt er das in den Niederlanden erfolgreich erprobte Buurtzorg-Pflegemodell ins weite Land. Dieses sieht vor, dass sich Pflegekräfte völlig autonom organisieren, flexibel und für ein faires Gehalt arbeiten. Zum wiederholten Male gab es für Huber und sein Vorhaben jedoch keinerlei finanzielle Förderungen der öffentlichen Hand. Und das, obwohl man laut eigenen Angaben alle Förderkriterien erfülle. „Sie probieren es nicht mal aus, obwohl sie kein Risiko tragen“, schreibt Huber in einem an die Landesregierung adressierten Brief.
Das Rosinenpicken bei den Pflegeorganisationen sorgt dafür, dass das Pflegesystemimmer mehr zumPflegefall wird. Es ist Feuer amDach!
Edith Kollermann, Neos-Sozialsprecherin
Politische Unterstützung erhält er mit seinem Ansinnen jedoch nur von den Neos. „Wir brauchen jede helfende Hand – und dazu zählen gerade die top ausgebildeten österreichischen Pflegekräfte von Buurtzorg“, meint die pinke Sozialsprecherin Edith Kollermann.
Von den Anbietern sind notwendige Strukturkriterien zu erfüllen und Qualitätsstandards einzuhalten.
Vertreter der Landesabteilung
Das sagt das Land
Seitens des Landes sieht man den Sachverhalt anders. „Das Land stand hinsichtlich dem Buurtzorg-Modell in den vergangenen Jahren im intensiven Austausch mit dem Geschäftsführer der Buurtzorg Cura Communitas GmbH. Die seitens der Firma vorgelegten Konzepte erfüllten die Förderkriterien nicht, sodass eine Aufnahme in den Kreis der förderbaren Rechtsträger leider nicht möglich war“, heißt es aus der zuständigen Fachabteilung. Auch in allen anderen Bundesländern gebe es für das Modell derzeit keine laufende Förderung, heißt es.
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