Nach zu warmem Winter verzögerte sich der Start in die Honigsaison in Oberösterreich. Vom „komischen“ Wetter profitierte leider einer der größten Feinde der Bienen, der mit ihnen im Stock lebt, wo die fleißigen Insekten heuer viel zu lange am Futtertrog ausharren mussten.
Fünfeinhalb Millionen Blüten müssen Bienen besuchen, ehe ein Kilo Honig fabriziert werden kann. Jetzt endlich geht’s so richtig los, das nasskalte Wetter verzögerte für 8500 Imker in Oberösterreich den Start ins Bienenjahr. „Ich habe teils noch im Mai meine 20 Völker füttern müssen. Und das bei einer Kostensteigerung beim Futter von 70 Prozent“, sagt Herbert Vitzthum, Präsident des oö. Bienenzuchtverbandes.
Ein Baum oder Strauch ersetzt eine Wiese, die gemäht wird. So kann jeder im Garten etwas Gutes für die Bienen tun.
Herbert Vitzthum, Imkereizentrum OÖ
Nicht nur wegen des schlechten „Ausflugwetters“ hatten die Imker heuer Sorgen. Der Winter war zu mild und das begünstigte die Ausbreitung der Varroamilbe: Bis zu einem Drittel der 90.000 Bienenvölker gingen im Winter ein. Daher wird heuer mit weniger Blütenhonig gerechnet.
Inwieweit sich das auf den Preis auswirkt, ist noch ungewiss, aber er sollte kein Luxusgut werden: „Jeder Oberösterreicher konsumiert pro Jahr ein Kilo Honig“, sagt Vitzthum, der vor allem Gartenbesitzer bittet, immer an die Bienen und andere Insekten zu denken und zumindest ein „wildes Eck“ stehen zu lassen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.