Die Gehälter für die Flughafenmitarbeiter nach wie vor ausständig. Es gibt einen neuen Fahrplan am Flughafen.
Nach den jüngsten Turbulenzen scheint es endlich einen konkreten Fahrplan für die Weiterführung des Flughafens Klagenfurt zu geben. Mittels Eilüberweisung haben K-BV und Stadt Klagenfurt weitere Anteile an sich gerissen und die Mehrheit am Airport übernommen. Die Eintragung ins Firmenbuch soll in Kürze erfolgen. Spätestens am Dienstag kann die (alte) Geschäftsführung mit der Kapitalerhöhung von 3,7 Millionen Euro den Flughafen-Mitarbeitern die immer noch ausstehenden Gehälter auszahlen. Ein Kassasturz wird vorbereitet.
Die Zeit für Experimente ist vorbei. Wir wollen keine interimistische Geschäftsführung, Profis sollen her! Ein Fachmann für Luftfahrt soll die Arbeit aufnehmen. Der Job wird ausgeschrieben. Mit möglichen Kandidaten wird aber schon verhandelt.
Martin Gruber (VP), Landeshauptmannstellvertreter
Lilihill ist nur noch zu 41 Prozent Teilhaber, macht aber weiterhin große Probleme. Deshalb wird Gruber am 22. Mai die Call-Option einfordern, um Lihilill ganz rauszuboxen. „Wir wissen nicht einmal, wie lange die Verträge mit Ryanair laufen. Als der wichtige Morgenflug der AUA gestrichen wurde, gab es vom Airport Klagenfurt nicht einmal Einspruch.“
Ein Syndikatsvertrag wird aufgesetzt, danach soll der Airport wie vor der Privatisierung zu 80 Prozent der K-BV gehören, zu 20 Prozent der Stadt „Es gibt kein Überstimmen. Wir brauchen neue internationale Betriebe und internationale Flugverbindungen. Denn die nationale Nachfrage wird nach Eröffnung der Koralmbahn abnehmen“, glaubt Bürgermeister Christian Scheider.
Einigkeit am Flughafen zählt. Es wird beim Neustart keine Knebelverträge geben. Wir brauchen internationale Unternehmen.
Christian Scheider, Bürgermeister Klagenfurt
Die Wirtschaft brauche den Flughafen. „Die Big-Player müssen endlich an einen Tisch kommen. Genügend Liegenschaften zum Verpachten sind am Flughafen vorhanden“, sagt K-BV-Vorstand Martin Payer. „Der neue Geschäftsführer muss Knochenarbeit leisten. Wir müssen die bestehenden Hubs retten. Gespräche mit neuen Fluglinien für internationale Drehscheiben dauern Jahre, das geht nicht über Nacht.“ Der neue Geschäftsführer sei dank der Mehrheit von Land und Stadt handlungsfähig, meint Gruber. „Etwaige Klagen von Lilihill haben keinen Einfluss auf den operativen Betrieb.“
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