Nach einem Facebook-Eklat, in welchem die Wasserrettung Kufstein Bürgermeister Martin Krumschnabel des Wortbruchs bezichtigte, ersucht dieser die Stadtfeuerwehr Kufstein, dass diese den Wasserdienst künftig alleine wahrnimmt.
Handzahm und um Ausgleich bemüht, „damit man sich wieder auf einer Gesprächsebene treffen könne“, zeigten sich Donnerstagabend Obfrau Andrea Stock-Müllner und ihr Stellvertreter Alexander Rossmair von der Wasserrettung Kufstein und Umgebung bei einem von ihnen einberufenen Mediengespräch.
Im Vorfeld dieser „Aussprache“ stand - wie berichtet - das Debakel rund um den nicht zustande gekommenen Neubau einer Dienst-Einsatzstelle des Unterländer Rettungsvereins. Im Zuge dessen bezichtigten die Wasserretter der Festungsstadt ihren Bürgermeister Martin Krumschnabel in einem öffentlichen Facebook-Posting des Wortbruchs.
Ein Ausweichquartier auf Zeit
Aktuell ist der gut 30 Mitglieder zählende Verein in ein temporäres Ausweichquartier umgezogen, dessen Miete (rund 15.000 Euro pro Jahr) von der Stadt bezahlt wird. Die ehemalige Kfz-Werkstatt diente schon der Bergrettung und der Feuerwehr als Ausweichquartier. Für Stock-Müllner stellt sie aber nicht das „Gelbe vom Ei“ dar, wie sie betont: „Es ist feucht und kalt, zudem fehlen Duschmöglichkeiten“.
Auf die Frage, warum sie dann dieses Objekt gewählt hätten, lautet die Antwort: „Es gibt keine andere Alternative.“ Das übereilte und aus Enttäuschung getätigte Facebook-Posting wird jetzt, im Nachhinein, bedauert. Für Bürgermeister Krumschnabel ist der „Zug mit der Wasserrettung“ jedoch abgefahren.
Kein Vertrauen mehr in Rettungsverein
Er lehnt jede weitere Zusammenarbeit mit dem Verein ab und erklärt gegenüber der „Tiroler Krone“: „Das Vorgehen des Vereins in dieser Angelegenheit ist unverdient. Der Stadtrat und ich haben sie jahrelang unterstützt und ihnen geholfen. Meinerseits ist hier das Vertrauen abhandengekommen und ich lehne die weitere Zusammenarbeit mit ihnen ab“.
Einspringen wird hier laut Krumschnabel nun die Stadtfeuerwehr Kufstein, welche seit 1992 - und das äußerst erfolgreich - einen eigenen Dienst am und unter Wasser vorweisen kann. Eine Zukunft für die Wasserrettung in der Stadt Kufstein hingegen steht in den Sternen.
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