„Ich hatte Angst alles zu verlieren!“ Darum legte ein 45-jährige Waldviertlerin in ihrer eigenen Wohnung Feuer. Danach setzte sie sich seelenruhig zu ihrem Mann ins Nebenzimmer. Er erlitt eine Rauchgasvergiftung. Die Brandstifterin fasste nun zwei Jahre bedingte Haft aus.
Ihre Stimme ist zittrig, den Kopf hält sie gesenkt: „Mir wurde einfach alles zu viel“, murmelt die Hausfrau immer wieder als Entschuldigung. Warum die 45-Jährige Mitte Jänner im Abstellraum ihrer Wohnung im Waldviertel Feuer legte, kann sie bis heute nicht verstehen. Nachdem ein morgendlicher Versuch, einen Vorhang mittels Feuerzeug in Brand zu stecken, scheiterte, setzte sie ihr „hitziges“ Vorhaben nach dem Mittagessen erfolgreich in die Tat um.
Heimlich Feuer gelegt
Sie entzündete im Besenkammerl einen Karton voll Papier, der direkt neben einem Kleiderständer mit Jacken stand. Schnell loderten die Flammen. Die Frau ging seelenruhig zu ihrem ahnungslosen Mann ins Wohnzimmer zurück, wo dieser glücklicherweise kurze Zeit später den Brandgeruch wahrnahm und sofort handelte. Und verhinderte damit Schlimmeres. Mit einigen Kübeln Wasser war das Feuer schließlich gelöscht. Der Ehegatte erlitt dabei jedoch eine Rauchgasvergiftung.
Reumütiges Geständnis
„Es tut mir alles so leid“, wiederholt die 45-Jährige vor Gericht in Krems. Hintergrund seien psychische und finanzielle Probleme gewesen. „Ich hatte Angst Mann und Wohnung zu verlieren“, so die Brandstifterin. Beides blieb ihr erhalten, dafür fasste sie zwei Jahre bedingte Haft aus - rechtskräftig.
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