„Waren Sie bisher vom Arbeitskräftemangel in Gastro, Krankenhäusern oder anderswo betroffen?“ 42 Prozent der Oberösterreicher bejahen diese Frage in einer Umfrage im Auftrag der Industriellenvereinigung (IV) OÖ. “Besorgniserregend!", kommentiert IV-Chef Joachim Haindl-Grutsch.
Auch Gründe für den Personalmangel hat die Studie abgefragt. Für 85 Prozent der Befragten ist ein Problem, dass Frauen wegen fehlender Kinderbetreuung nicht oder nur wenig arbeiten können. Genauso viele glauben eine Ursache ist, dass viele Menschen keine Überstunden mehr leisten wollen.
Weniger Steuern, mehr Kinderbetreuung
Als Lösungen nennen die Landsleute laut IV vier Aspekte. Erstens sollen die Steuern auf Arbeit sinken, um ein höheres Nettoeinkommen zu ermöglichen. Zudem sollen die Kinderbetreuung verbessert und die Arbeitszeiten möglichst flexibel gestaltet werden. Und Pensionisten, die freiwillig weiterarbeiten wollen, sollen steuerlich entlastet werden.
IV sieht Bund gefordert
Für IV OÖ-Geschäftsführer Haindl-Grutsch verdeutlichen die Umfrage-Ergebniss, „dass die Bundesregierung dringend steuerliche Anreize setzen muss, die Mehr-Arbeit und nicht Weniger-Arbeit belohnen.“ Außerdem müsse der qualifizierte Zuzug entbürokratisiert werden. Denn ansonsten führe der Arbeitskräftemangel zu Wohlstandsverlust sowie zur Unfinanzierbarkeit des Sozialsystems.
Die Studie hat das Marktforschungsinstitut Spectra durchgeführt. 807 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher ab 16 Jahren wurden befragt.
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