Mit einem Fake-Brief an 500 niederösterreichische Wirte im Namen der FPÖ wirbelte das Satireportal „Die Tagespresse“ massiv Brösel auf. Eine Wirtin hielt ihn vorerst für echt und reagierte wütend. Warum sie vermutlich weit nicht die einzige in der Branche war, die vorerst nicht an der Authentizität des Schreibens zweifelte.
Mit einem gefälschten Schreiben an 500 Wirte „panierte“ das Satireportal „Die Tagespresse“ die Landes-FPÖ ordentlich her. Um die neue Wirtshausprämie aufs Korn zu nehmen, wurden - wie berichtet - Kontrollen der „Panierquote“ angekündigt und deutsche Speisebezeichnungen wie „Andreas-Hofer-Schnitzel“ oder „Gabalier-Fleischlaberl“ gefordert. Diese zynische Antwort auf das schwarz-blaue Regierungsgeflirte, das Kebapstände und Co. ausgrenzt, wurde aber in manchen Betrieben durchaus ernst genommen.
Wir konsumierten eine lebensgefährliche Menge Grüner Veltliner, um den FPÖ-Tonfall zu imitieren.
Das Satireportal „Die Tagespresse“
„Leidgeprüfte Jahre“ für Gastronomen
„Das darf doch ned wahr sein, das ist doch komplett idiotisch, hab ich mir zuerst gedacht“, schenkte Gastronomin Franziska Nathaniel aus St. Veit an der Gölsen im Bezirk Lilienfeld dem Schreiben vorerst Glauben. Nach vielen komplett daneben gelegenen Aktionen der heimischen Politik in den letzten Jahren verfasste sie wutentbrannt einen Leserbrief.
Steuer für künftige Finanzhilfe!?
Wo man in den letzten Jahre so daneben lag? „Wir haben eine Investitionsprämie nicht bekommen, weil wir selbst Hand angelegt hatten. Zweimal überprüfte uns das Finanzamt, um draufzukommen, dass wir 1000 Euro mehr zurückbekommen. Und den Corona-Umsatzersatz mussten wir bereits versteuern, ehe wir ihn erhalten hatten!“ Dass nur traditionelle Gasthäuser die Prämie bekommen, hält sie für falsch: „Die anderen arbeiten genauso hart.“
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