Das Schicksal der damals Vierjährigen, die im Jänner 2022 von der Polizei abgeholt wurde, bewegte ganz Österreich. Das Kind flog mit dem Vater in die USA und ist seither von seiner Mama getrennt. Am Mittwoch stand Julia Erickson in Österreich wegen Kindesentziehung vor Gericht. Sie wurde freigesprochen. Doch die Tochter bleibt (vorerst) in weiter Ferne.
„Seit Polizisten Diana im Jänner 2022 abholten, habe ich nicht durchgeschlafen. Auch heute bin ich um 2 Uhr früh mit Schwindel aufgewacht", erzählt die Mutter der angeklagten Julia Erickson vor der Verhandlung gegen ihre Tochter am Landesgericht in Krems (NÖ).
Mit dem Mädchen am Land „untergetaucht“
2019 kam die 44-Jährige, die sich trennen wollte, mit Diana in die Heimat, tauchte später mit dem Kind am Land unter. Sie habe Diana im Sommer 2021 in Niederösterreich versteckt und so dem Vater, der in den USA das alleinige Sorgerecht erkämpft hatte, entzogen, lautete der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Es drohten drei Jahre Haft.
Meine Mandantin ist damals davon ausgegangen, dass sie in Österreich die Obsorge für Diana hat.
Strafverteidiger Philipp Winkler.
Knackpunkt Obsorge
„Ich stand von Beginn an mit dem Jugendamt in Kontakt, war immer für die Sozialarbeiterin erreichbar“, sagt die verzweifelte Frau zum Richter. „Meine Mandantin ist damals davon ausgegangen, dass sie in Österreich noch die Obsorge für Diana hat“, weist auch ihr Strafverteidiger Philipp Winkler den Tatvorsatz glaubhaft zurück.
Kampf ums Kind geht weiter
Herr Rat folgt ihm und spricht die Frau, deren Tochter nun in Kalifornien lebt, frei (nicht rechtskräftig). Kurzes Durchatmen, ehe der Kampf um den Verbleib Dianas weitergeht. „Es ist die reinste Tragödie“, hat die Oma große Sehnsucht nach ihrem einzigen Enkelkind.









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