Di, 21. August 2018

OP geglückt

21.04.2005 14:22

Box-Champion Klitschko am Rücken operiert

Schwergewichts-Weltmeister Vitali Klitschko ist in der Nacht zum Mittwoch in Los Angeles erfolgreich am Rücken operiert worden. Dem Champion des World Boxing Councils (WBC) wurde bei einem 35-minütigen Eingriff unter lokaler Betäubung ein Knochenvorsprung an der Wirbelsäule entfernt. Eine Stunde nach der Operation konnte Klitschko das Krankenhaus wieder verlassen.

"Es war eine wirklich kleine Operation. Alles ist sehr gut verlaufen", erklärte Klitschkos Manager Bernd Boente. In den nächsten drei Wochen könne der Ukrainer jedoch nicht fliegen. Am Samstag wird er deshalb in der Dortmunder Westfalenhalle beim Kampf seines Bruders Wladimir gegen den ungeschlagenen Kubaner Eliseo Castillo auch nicht als Betreuer in der Ringecke stehen. Es ist das erste Mal, dass einer der Brüder nicht beim Kampf des anderen anwesend ist.

Sechs Wochen Pause
Etwa sechs Wochen wird Klitschko pausieren müssen. Dann werde er mit dem Training beginnen, so dass er definitiv im September wieder kämpfen könne, sagte Boente. Klitschko muss seinen WM-Titel gegen Hasim Rahman (USA) verteidigen. Der Kampftermin ist inzwischen drei Mal verschoben worden. Die ursprünglich für den 30. April im New Yorker Madison Square Garden geplante Pflichtverteidigung gegen den 32-jährigen Rahman wurde wegen Klitschkos Verletzung erst auf den 18. Juni, dann auf den 23. Juli verschoben. Ein Datum und Austragungsort für September ist noch nicht benannt worden.

Klitschko im Pech
Vor einem Monat hatte sich Klitschko beim Fitnesstraining in seiner Heimatstadt Kiew einen Muskelfaserriss in der Hüftgegend zugezogen, der auch Schmerzen in seinem linken Bein verursachte. Bereits im Juli 2002 hatte Klitschko im Training einen Bandscheibenvorfall erlitten, woraufhin er sich in der Heidelberger Atos-Klinik einer komplizierten Operation unterziehen musste. Im April 2000 verlor der seinerzeit noch beim Hamburger Universum Boxstall unter Vertrag stehende Profi wegen eines komplizierten Sehnenabrisses in der Schulter den WM-Titel der World Boxing Organization (WBO) an Chris Byrd (USA) und musste ein halbes Jahr aussetzen. Im darauf folgenden Jahr zog sich der 33-Jährige einen Kreuzbandriss zu und fiel acht Wochen aus. Im Juli 2002 wurden zudem Knorpel- und Knochensplitter im linken Ellenbogen entfernt.

Klitschko regierender Champion
Klitschko hatte am 24. April vorigen Jahres in Los Angeles den vakanten WM-Titel des WBC gegen den Südafrikaner Corrie Sanders durch technischen K.o. in der achten Runde erkämpft. Vor vier Monaten hatte der dreifache Vater in Las Vegas seinen WM-Gürtel gegen den Engländer Danny Williams durch technischen K.o. in der achten Runde erstmals verteidigt. Rahman, der im April 2001 den britischen Weltmeister Lennox Lewis durch K.o. in der 5. Runde entthront hatte, gewann den WBC-Ausscheidungskampf im vorigen November in New York gegen Kali Meehan (Australien) durch technischen K.o. in der 4. Runde.

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