Türkei verhandelt
Bemühungen um Getreide-Deal für weitere 120 Tage
Die Türkei bemüht sich um eine Verlängerung des Getreideabkommens zwischen der Ukraine und Russland um wie bisher 120 Tage. „Wir haben die Verhandlungen gemäß der ursprünglichen Version der Vereinbarung aufgenommen“, sagte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar am Mittwoch. Die beiden Kriegsparteien hatten sich zwar am Dienstag grundsätzlich auf eine Verlängerung verständigt. Allerdings sprach Russland von 60 Tagen, die Ukraine dagegen von 120 Tagen.
Die Türkei, die gemeinsam mit den Vereinten Nationen im Juli das Abkommen ausgehandelt hatte, werde darauf hinarbeiten, dass es um 120 Tage statt um zwei Monate verlängert werde, erklärte Akar. Die Parteien würden dies nun prüfen. „Die Fortsetzung des Abkommens ist wichtig.“ Die Vereinbarung wäre am Samstag ausgelaufen.
Abkommen wurde im Juli 2022 unterzeichnet
Das Abkommen sieht vor, dass die Ukraine trotz des von Russland begonnenen Krieges durch einen Schutzkorridor im Schwarzen Meer ihr Getreide verschiffen kann. Seit seiner Unterzeichnung am 22. Juli haben Millionen Tonnen an Getreide und anderen Lebensmittelprodukten die ukrainischen Häfen verlassen.
Gestiegene Getreidepreise machten ärmeren Ländern zu schaffen
Die Ukraine und Russland zählen weltweit zu den größten Getreideexporteuren. Entsprechend haben ihre Lieferungen einen großen Einfluss auf die globale Entwicklung der Lebensmittelpreise. Das Getreideabkommen ist einer der wenigen diplomatischen Erfolge in dem seit dem 24. Februar 2022 anhaltenden Krieg. Es soll den weltweiten Anstieg der Getreidepreise dämpfen, die vor allem ärmeren Ländern zu schaffen machen.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.