Warum wir nach dem Frauentag nicht aufhören dürfen, für Gleichberechtigung zu kämpfen! „Die kleine Botin“ aka Daniela Gaigg schreibt als Kolumnistin über Themen rund um das Leben mit der Familie. Das sind Nachhaltigkeit im Alltag, Selbstfürsorge und Gedankenanstöße für Eltern.
Na, sind die Blumen, die am 8. März vor der U-Bahn verteilt wurden, schon verblüht? Meine auch, hätte ich sie angenommen! Am Mittwoch wurde der 112. internationale Frauentag gefeiert. Ich finde, es ist nicht wirklich ein Grund zum Feiern, da wir den Tag auch 2023 noch benötigen: Der Gender Pay Gap ist immer noch hoch, bis zum 16. Februar haben wir Frauen umsonst gearbeitet.
Nach wie vor ist sexuelle Belästigung an der Tagesordnung und wurde soweit verharmlost, dass es oft nicht mal mehr auffällt - und wenn wir uns beschweren, dann wird es mit „hab dich nicht so“ abgetan! Eine große Werbekampagne um die andere bedient sich sexistischer Aussagen und schafft es durch mehrere Instanzen hindurch bis zur Veröffentlichung. TV-Nachrichtensprecherinnen werden nach ihrem Outfit beurteilt und nach den 65. Grammy Awards zerriss man sich die Mäuler über die Ausschnitte und Dekolletées der Frauen, statt ihre harte Arbeit zu würdigen und sich einfach mitzufreuen. Wir Eltern sind extrem gefordert, unseren Töchtern zwischen Mansplaining und Catcalling den gesunden Selbstwert mitzugeben, der sie zu starken Frauen macht.
Aber auch im stinknormalen Alltag ist immer noch extrem viel zu tun, denn der Hashtag der letzten Jahre #coronaeltern ist so gut wie nicht mehr existent - leider nicht, weil alles besser geworden ist. Wir Frauen stemmen immer noch den größten Anteil an Care- und Haushaltslast!
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