Manche wirken dünnhäutig, andere sind von vielen Kerben gezeichnet, wieder andere haben nur zwei Schnitte davongetragen. Das alles trifft auf die Holzköpfe zu, die der Salzburger Künstler Alfred Haberpointner mit der Säge oder der Axt herstellt. Die Galerie 422 widmet ihm eine Werkschau, in der er auch farbintensive Wandbilder präsentiert.
Wenn andere den Pinsel führen, nimmt Alfred Haberpointer, Absolvent der Linzer Kunstuniversität, lieber die Axt in die Hand. Der international renommierte Bildhauer schlägt aus Baumstämmen Köpfe heraus, er spaltet, sägt, klopft und schneidet.
Entfaltung im Raum
Alle Wildheit im Vorgehen wird in Schraffuren oder beinahe geometrisch gemusterten Oberflächen gezügelt. Andere Köpfe hat er wiederum mit Metall überzogen oder sehr fein bearbeitet, sodass weiche Formen und Texturen das Körperhafte im Raum hervorheben.
Besonders beeindruckend aber sind Haberpointners Wandbilder aus Holz, er sägt und hackt Reliefs heraus. Mit pulvrigem Farbpigment überzogen, lässt er eindrucksvolle Farbzonen und Flächen entstehen, die fast sakral anmuten.
Die Galerie 422 stellt den Salzburger noch bis 1. April in einer Personale mit neuen Arbeiten vor.
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