Hauberln für die Babys

Dank Strickschwester sind Neugeborene gut behütet

Niederösterreich
03.03.2023 11:00

Frisch auf der Welt, kämpfen Neugeborene oft mit abfallender Körpertemperatur. Auf der Geburtenstation in Horn schenkt man dagegen ein selbst gestricktes Hauberl her. Die ehemalige Kinderkrankenschwester Renate Purker strickt dafür mit den Geburten in Horn um die Wette. Margit Paulik und ÖVP-Organisationen im Bezirk unterstützen sie dabei.

Renate Purker und Margit Paulik stricken 400 Babyhauberln im Jahr, Erstere manchmal sogar drei am Tag. Noch in der Arbeit als Kinderkrankenschwester begann Purker, Mützen für die Neugeborenen anzufertigen, nachdem in der Horner Klinik alle Hauben schon alt und ausgewaschen waren. „Manchen Müttern haben die gestrickten Hauberln dann so gut gefallen, dass wir sie ihnen geschenkt haben. Irgendwann dann jeder, weil sie das wirklich schätzen und sich freuen“, betont Purker (62), dass ihre Familie sie ohne Strickzeug fast gar nicht kennt.

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Mein Enkelkind - ein Bub mit sieben Jahren - hat zu mir letztens gesagt: "Oma, ich möcht‘ auch mal so schnell stricken können, wie du!

Renate Purker, leidenschaftliche Hobbystrickerin und Kinderkrankenschwester in Pension

Familie kennt sie nur mit Stricknadeln
„Mein Mann ist vor 19 Jahren gestorben, und sonst habe ich ja auch nicht sonderlich viele Hobbys. Solange ich das machen und damit etwas Gutes tun kann, mach ich das“, sagt die pensioniert Krankenschwester bescheiden. Beim Stricken unterstützt sie seit einem Jahr auch Margit Paulik, gemeinsam sind sie ein wunderbar eingespieltes Team.

Geld für Material ging aus
Die Wolle zahlte man damals aus der Kaffeekassa der Kinderkrankenschwestern. Als die Aufenthalte für die Neugeborenen auf der Kinderstation kürzer wurden, schmälerte sich auch das Trinkgeld. Bald war die Wolle nicht mehr finanzierbar, Purker fing an, Geld zu sammeln. Schließlich wollte sie aber nicht mehr ständig als Bittstellerin auftreten, um die äußerst liebenswürdige Aktion weiterzuführen.

ÖVP stellt Wolle zur Verfügung
Das rief die Bezirksobfrau der ÖVP-Frauen Gabriele Kernstock auf den Plan, die damals selbst Mutter wurde: „Das Hauberl ist ein beliebtes Souvenir und schönes Andenken für Eltern. Paare diskutieren heute schon im Vorhinein, wer es aussuchen darf“, schildert sie. Im Kampf um die Finanzierung fand sie NÖAAB-Bezirksobmann Stefan Keusch. Seither wird die Wolle von diesen beiden Organisationen finanziert.

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