Aus Angst vor Corona:

Inderin sperrte sich mit Sohn 3 Jahre in Haus ein

Ausland
25.02.2023 14:32

Drei Jahre hat sich eine Inderin mit ihrem Sohn in einem Haus eingesperrt, weil sie große Angst hatte, sich mit Covid-19 anzustecken. Ans Licht kam das Ganze vor wenigen Tagen, als der Ehemann der Frau bei der Polizei der Stadt Gurugram im Bundesstaat Haryana vorstellig wurde und diese bat, seinen Sohn zu retten. Seine Frau erlaube ihm nicht, das mittlerweile zehn Jahre alte Kind zu treffen.

Der Polizei gelang es mittels mehrerer Videoanrufe, Vertrauen zu der Frau aufzubauen und konnte sie schließlich überreden, das Haus zu verlassen und auf die Straße zu gehen. „Wir haben ihr gesagt, dass ihr Mann behauptet, sie hätte eine Krankheit und sie muss Tests durchführen lassen, um zu beweisen, dass ihr Ehemann falsch liegt. Sie stimmte schließlich zu und wir schafften es endlich, auch ihren Sohn herauszubringen“, berichtete ein Polizist.

„Sie bestellte nur verpackte Lebensmittel, die mit Seife abgewaschen werden konnten. Sie benutzte das gespeicherte Wasser in den Wassertanks auf dem Dach nicht, weil sie befürchtete, dass es sie und den Sohn krank machen würde. Ihr ganzes Haus war voller Müll“, sagte der Polizist. Der Ehemann habe lange gehofft, dass sich das Verhalten seiner Frau ändern würde. Da es aber nicht geschah, habe er sich schließlich an die Polizei gewandt.

Ehemann versorgte Frau mit Lebensmittel
Die Frau hatte nicht einmal mehr ihren Gatten ins Haus gelassen, weil der sich nach Aufhebung der anfänglichen Sperrbeschränkungen hinausgewagt hatte. Die 36-Jährige erlaubte ihrem zehnjährigen Sohn auch nicht, seinen Vater zu treffen. Der Ehemann, ein Ingenieur, musste in einer Mietwohnung in der Nähe wohnen. Er blieb aber über Videotelefonie mit seiner Frau und seinem Sohn in Kontakt. Er habe sie auch mit Lebensmittel, die er besorgte und vor der Tür abstellte, versorgt, heißt es.

„Anfangs schien es sich um einen ehelichen Zwist zu handeln. Wir stellten jedoch fest, dass die Frau wahrscheinlich eine Störung hat, aufgrund derer sie offenbar befürchtete, dass sich ihr Sohn mit Covid-19 ansteckt“, sagte ein Polizeisprecher. Sowohl Mutter als auch Sohn seien körperlich fit, es würden aber Tests durchgeführt, um den psychischen Gesundheitszustand des Duos zu überprüfen, erklärte er.

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