Am Ordensklinikum in Linz wurden nun drei Mediziner ausgebildet, sie sollen in Zukunft österreichweit ihre Kollegen unterstützen. Denn sie sind die ersten ihrer „Art“ in ganz Österreich, die auf die richtige Kommunikation mit den Patienten trainiert sind.
Eine schlechte Nachricht, die man überbringen muss, bleibt eine schlechte Nachricht. Aber ich merke, dass es mir auch selbst besser geht, wenn das Gespräch gut verlaufen ist“, reflektiert Holger Rumpold vom Ordensklinikum Linz. Nicht selten kommt es nämlich zwischen Ärzten und Patienten zu einem Missverständnis. Laut einer Umfrage haben 22 Prozent der Österreicher Schwierigkeiten, zu verstehen, was ihr Arzt zu ihnen sagt. Gar jeder Dritte hat Probleme, anhand der erhaltenen ärztlichen Informationen Entscheidungen zu seiner Krankheit zu treffen. Doch damit soll in Zukunft Schluss sein.
Über den richtigen Ton
Am Ordensklinikum in Linz unterliefen die Doktoren Holger Rumpold, David Fuchs und Ansgar Weltermann die Ausbildung zum zertifizierten Kommunikationstrainer: „Es geht thematisch sowohl um die Frage, wie man als Arzt eine schlechte Nachricht überbringt als auch um den richtigen Umgang mit den Emotionen der Patienten. Wir können lernen, die Wahrnehmung der Patienten besser aufzunehmen“, erklärt Weltermann. Unterrichtet wurden die Mediziner unter anderem von Schauspielern – manche davon mit Burgtheater-Hintergrund.
Ärzte wollen die Erkrankung und die Therapie erklären. Die Patienten wollen aber wissen: Wie steht es um mich, wie ist meine Prognose?
Priv.-Doz. Dr. Holger Rumpold ist nun zertifizierten Kommunikationstrainer
Auf die Probe gestellt
In gestellten Situationen schlüpften die Schauspieler in die Rolle der Patienten und stellten die Mediziner auf die Probe. Fazit: Ein langes Gespräch muss nicht unbedingt ein gutes Gespräch sein. Ein abgesteckter Gesprächsrahmen und definierte Ziele sind wichtig. Mit ihrer Ausbildung sollen die drei Ärzte österreichweit ihre Kollegen in Sachen guter Patienten-Kommunikation unterrichten.
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