Nach Mord auf Hawaii
Häftling nach 23 Jahren für unschuldig erklärt
Nach 23 Jahren hinter Gittern ist ein Mann auf Hawaii für unschuldig erklärt und freigelassen worden. Richter Peter Kubota (siehe Video oben) hob die lebenslange Haftstrafe gegen den heute 51-jährigen Albert Schweitzer wegen Entführung, Vergewaltigung und Mordes an einer 23-jährigen US-Touristin im Jahr 1991 aufgrund neuer Beweise auf, wie Hawaiis größte Tageszeitung „Star Advertiser“ berichtete.
Zuvor hatte Kubota im Amtsgericht von Hilo auf der Insel Big Island dem Bericht zufolge mehr als sieben Stunden lang die Aussagen eines DNA-Laboranalytikers sowie einiger Experten für forensische Reifen- und Bissspuren gehört. Diese legten dar, dass nicht ein einziger Beweis Schweitzer oder seine beiden mutmaßlichen und ebenfalls verurteilten Komplizen mit der Tat in Verbindung bringe.
Neue DNA-Analyse entlastete Schweitzer und zwei weitere Männer
Die seinerzeit unter anderem auf einem T-Shirt mit Blut des Opfers gefundenen DNA-Spuren sowie Sperma gehörten stattdessen einem „unbekannten Mann“, wie der „Star Advertiser“ weiter schrieb. Die DNA-Analysetechnologie habe seitdem erhebliche Fortschritte gemacht, sagte der Richter. „Von Anfang an lieferte die DNA in diesem Fall einen starken Beweis dafür, dass diese drei Männer unschuldig sind“, kritisierte Susan Friedman, eine Anwältin der gemeinnützigen Organisation Innocence Project, in einer Mitteilung.
Der Richter ermunterte den Freigelassenen, seine Familie „zu drücken und zu lieben“ und sich nicht auf Wut und Groll wegen des Prozesses oder gegen jene Menschen zu konzentrieren, die ihn für ein Drittel seines Lebens ins Gefängnis gebracht hätten.














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